Künstler
Auf dieser Seite finden Sie Vitae von verschiedenen Künstlern aus unterschiedilchen Epochen. Die Seite wird sich weiter füllen. Viel Spaß beim herumstöbern.
Francis Bacon
*28.10.1909 (Dublin, Irland)
† 28.4.1992 (Madrid, Spanien)
Expressionismus, Surrealismus, Kubismus
Die meisten Bilder von Francis Bacon besitzt die Tate Gallery in London.
Wegen seiner Homosexualität warf ihn sein Vater im Teenageralter aus dem Haus. Bacon zog nach London. Er lebte vorübergehend auch in Berlin, Paris und Monte Carlo, wo er als Croupier arbeitete und angeblich selbst spielsüchtig wurde. Später zog er nach Madrid, wo er an einem Herzinfarkt starb. Bacons Erfolg stieg nach dem II. Weltkrieg stark an. Bereits 1948 erwarb das Museum of modern Art ein Bild von ihm („Painting 1946“).
Max Beckmann
* 12.2.1884 (Leipzig, Deutschland)
† 27.12.1950 (New York, USA)
Expressionismus, Neue Sachlichkeit
Die weltweit größten Bestände an Bildern von Max Beckmann stehen im Eigentum vom Städel Museum in Frankfurt am Main.
Beckmann war eines von drei Kindern eines Leipziger Getreidegroßhändlers. Als er 10 Jahre alt ist, zieht die Familie nach Braunschweig um. Er studierte in Weimar Kunst, legte aber keinen Abschluss ab. 1906 heiratete er die Malerin Minna Tube. 1914 meldete er sich als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg und erleidet nach rund einem Jahr einen psychischen Zusammenbruch. 1925 erhält er in Frankfurt a.M. eine Professur. 1930 werden auf der 17. Biennale in Venedig 6 Bilder von ihm ausgestellt. 1931 stellt er bei der Ausstellung „German Painting and Sculpture“ im Museum of Modern Art, New York aus. 1933 wird ihm politisch motiviert der Lehrauftrag entzogen. Die Nazis diffamieren ihn als „entarteten Künstler“ und beschlagnahmen 509 seiner Werke aus deutschen Museen. Beckmann emigriert zunächst nach Paris, dann nach Amsterdam und 1947 schließlich in die USA. Dort unterrichtet er ab 1949 an der Brooklyn Museum Art School in New York. 1950 stirbt er in New York.
Bernado Bellotto "Canaletto"
*20.5.1722 (Venedig, Italien)
† 17.11.1780 (Warschau, Polen)
Rokkoko
In Deutschland hängen die meisten Bilder in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden
Für die Verwirrung gleich zu Anfang: es gab zwei italienische Maler, die sich Canaletto nannten und sie waren auch noch verwandt. Das gestaltet die Orientierung nicht leichter. Das Kunsthistorische Museum in Wien hatte 2026 eine Ausstellung “Canaletto und Bellotto“ Giovanni Antonio Canal war sein Onkel und nannte sich zeitweise auch Canaletto. Das Talent von Bernado erkennt sein Onkel Antonio Giovanni Canal, der ihn als 14-jährigen in seine Malwerkstatt 1736 aufnimmt. Der Neffe adaptiert den Vedutenstil seines Onkels.
Joseph Beuys
*12.5.1921 (Krefeld, Deutschland)
† 23.1.1986 (Düsseldorf, Deutschland)
Aktionskunst, Performance, Konzeptkunst
Die meisten Kunstwerke von befinden sich im Museum Schloss Moyland
Beuys besuchte in Kleve das Gymnasium und lernte dort auch Klavier-und Cellospielen. Außerhalb der Schulzeit besuchte er auch das Atelier des Bildhauers Achilles Moortgat. Ob er das Gymnasium mit Abitur verließ, ist nicht gesichert. Beuys war in der Hitlerjugend und meldete sich 1941 freiwillig zur Luftwaffe und verpflichtete sich für 12 Jahre. Er wurde Bordfunker u.a. in einem Sturzkampfflugzeug (Stuka – Ju 87) und kam an der Ostfront zum Einsatz. Im März 1944 stürzte sein Flugzeug ab.
Hieronymus Bosch
*unbekannt, vermutlich um 1450 (s-Hertogenbosch, Niederlande)
† 9.8.1516 (s-Hertogenbosch, Niederlande)
Mittelalter, Renaissance
Im Hieronimus Bosch Art Center kann man viel über Bosch erfahren und Bildreproduktionen sehen, aber keine Originale. Die meisten Originale hängen im Museo del Prado und in der Gemäldegalerie Berlin
Hieronymus van Aken, alias Bosch ist ein niederländischer Maler, über dessen Lebensweg nicht viel bekannt ist. Seinen Geburtsort verließ er nicht. Er entstammt einer Malerfamilie (van Aken – aus Aachen – Aix la Chapelle) und hatte so gute Verbindungen, um seine Künste beim höheren Adel und beim Klerus erfolgbringend anzubieten. Drei seiner vier Geschwister wurden ebenfalls Maler. Er war verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Später nahm er den Namen seines Wohnortes an. Bosch ist ein außergewöhnlicher Künstler seiner Zeit. Eigentlich war er der erste Surrealist. Seine fantastischen Bilder der Hölle zeigten Monster und Mischwesen. Seine Bilder sind enorm detailreich und voller Symbolik, die die Menschen seiner Zeit ungleich besser verstanden. In seinen Bildern bekamen sie häufig keine gute Bewertung. Es herrscht häufig anscheinend ein leicht dümmlicher, frivoler Egoismus.
Sandro Botticelli
*1.3.1445 (Florenz, Italien)
† 17.5.1510 (Florenz, Italien)
Frührenaissance
Sandro Boticelli richtiger Name war Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi. Sein größerer Bruder hatte den Spitznamen “Boticelli” (kleines Fässchen), der auf Alessandro später überging. Sein Vater schickte ihn nach der Schule zu einem Goldschmied in die Lehre. Danach wurde er zum Schüler des berühmtesten Malers in Florenz (Fra Filippo Lippi). 1470 eröffnete Boticelli seine eigene Werkstatt und wurde von den Medici gefördert, was ihm auf lange Zeit auch öffentliche Aufträge sicherte.
Papst Sixtus IV. berief Boticelli neben anderen Künstlern nach Rom, um die neu errichtete Sixtinische Kapelle mit Wandgemälden auszustatten.
Georges Braque
*13.5.1882 (Argenteuil, Frankreich)
† 31.8.1963 (Paris, Frankreich)
Kubismus
Die größte Sammlung von Werken von Georges Braque befindet sich im Musée National d´Art Moderne (Centre Pompidou). In Deutschland verfügt die Kunstsammlung NRW vermutlich über die meisten Werke
Georges Braque gilt zusammen mit Picasso als Erfinder des Kubismus. In Deutschland wurden von ihm 8 Bilder von den Nazis als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. Georges Braque machte eine Lehre als Dekorationsmaler und besuchte schon in diesen frühen Jahren die Abendklasse der École des Beaux-Arts, um Malunterricht zu nehmen. Ab 1992 setzte er seine Studien an der Académie Humbert fort. Georges Braque war anfänglich vom Impressionismus beeinflusst. 1906 lernte auch Henri Matisse und Raoul Dufy kennen. Braque bezog ein Atelier in Paris, das nur wenige hundert Meter von Picassos Atelier lag. Sie besuchten sich gegenseitig und hatten zeitweise fast täglich Kontakt. 1912 heiratete Braque; die Ehe hielt bis zu seinem Tod; sie blieb kinderlos. 1914 wurde Braque zum Kriegsdienst eingezogen; Picasso brachte Braque zum Bahnhof und meinte später, es sei das letzte Mal gewesen, dass er Georges Braques (metaphorisch gemeint) gesehen habe.
Giovanni Antonio Canal "Canaletto"
*7.10.1697 (Venedig, Italien)
† 19.4.1768 (Venedig, Italien)
Barock, Rokokko
Die Königliche Sammlung Schloss Windsor beherbergt die meisten Werke.
Für die Verwirrung gleich zu Anfang: es gab zwei italienische Maler, die sich Canaletto nannten und sie waren auch noch verwandt. Das gestaltet die Orientierung nicht leichter. Hier gemeint ist Giovanni Antonio Canal alias Canaletto. Das Kunsthistorische Museum in Wien hatte 2026 eine Ausstellung “Canaletto und Bellotto“ Bernado Bellotto war sein Neffe und nannte sich zeitweise auch Canaletto. Er war es, der die berühmte Ansicht von Dresden (Canaletto-Blick) geschaffen hat. Giovanni lernte die Malerei von seinem Vater Bernado Canal, der Bühnenbilder für Theateraufführungen gestaltete. Der englische Konsul in Venedig eröffnete dem Künstler einen Absatzmarkt in England.
Otto Dix
*2.12.1891 (Gera, Deutschland)
† 25.7.1969 (Singen, Deutschland)
Neue Sachlichkeit, Expressionismus
Es gibt zwei Museen, die sich dem Leben und Werk von Otto Dix widmen: das Haus Otto Dix in Gera und in Gaienhofen am Bodensee das Museum Haus-Dix. Die meisten Werke besitzt das Zeppelin-Museum am Bodensee, dei meisten Gemälde hingegen finden sich im Kunstmuseum Stuttgart.
Dix´ Vater war in einer Gießerei als Former beschäftigt, seine Mutter war Näherin. Dix sah sich als Arbeiterkind. Er wuchs indessen nicht in prekären oder bildungsfernen Verhältnissen auf. Seine Mutter war musisch und künstlerisch interessiert. Während seiner Schulzeit besuchte Dix eine Malschule und lernte später Dekorationsmaler. Er erhielt ein Stipendium, das ihm ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden von 1910-14 ermöglichte. 1914 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und diente an der West- und Ostfront. Nach dem Krieg nahm er ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Dresden auf und arbeitete als freischaffender Künstler. Ab 1919 stand er in Kontakt mit den Berliner Dadaisten. 1922 zog Dix nach Düsseldorf, wo er an der Düsseldorfer Akademie ein Meisterschüler-Atelier erhielt. 1923 heiratete er die geschiedene Martha Koch, die schon Mutter von zwei Kindern war. 1925 zog Dix nach Berlin und nahm auch an der Wanderausstellung neue Sachlichkeit teil. Von 1927 bis 1933 hatte er eine Professur an der Kunstakademie Dresden.
Yves Klein
*28.4.1928 (Nizza, Frankreich)
† 6.6.1962 (Paris, Frankreich)
Nouveau Réalisme
Die meisten Yves Klein Bilder hängen im MAMAC (Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain) in Nizza sowie im Centre Pompidou in Paris.
In Deutschland hängen die meisten Bilder im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.
Viele seiner Bilder sind schon am Monochromblau (ein Werk heißt denn auch Monochrome bleu), Rosa oder an der Goldfarbe von weitem zu erkennen. Der Künstler, der sie malte, war von außen betrachtet so, wie man sich einen Künstler vorstellt. Wild, schillernd und ein bisschen durchgeknallt. Er gilt als Avantgardekünstler , der ein Wegbereiter der Pop-Art war. Bei seinen Anthropometrie-Werken nutzte er weibliche Modelle als Druckstempel.
Mit Farbe bestrichene, nackte Frauen mussten sich dafür auf weißes Leinen legen und so ihren Körper abdrucken. Auch erstellte er eine Fotoserie , bei der er sich von einem Gebäude im 1. Stock auf die Straße fallen ließ. Eine perfekte Fotomontage, wie später bekannt gegeben wurde. Er landete tatsächlich weich.
Roy Lichtenstein
*27.10.1923 (New York, USA)
† 29.9.1997 New York, USA)
Pop Art
Die größten Sammlungen von Roy Lichtenstein haben die National Gallery of Art (Washington) und das Art Institute of Chicago. In Europa hat das Museum Ludwig die größte Sammlung
Roy Lichtenstein war ein führender Künstler (Maler, Bildhauer) der Pop-Art-Bewegung. Er wuchs in NY in einer jüdischen Familie auf. Sein Vater war Immobilienmakler. RL besuchte eine Privatschule, an der es keinen Kunstunterricht gab. Er begann als Jugendlicher zu zeichnen und besuchte als 16-jähriger Kunstkurse.Er war von Pablo Picasso inspiriert. Später begann er mit dem Kunststudium. Das Studium unterbrach er durch den Militärdienst in Europa während des II. Weltkriegs (1943-45) und beendete es 1950. Er experimentierte mit dem Expressionismus und Action Painting und lehrte an Hochschulen. 1961 begann er die industrielle Drucktechnik nachzuahmen und erstellte die ersten Bilder, die auch aus Comics bekannte Sprechblasen besaßen (Bild: „Look Mickey“).
Max Liebermann
*20.7.1847 (Berlin, Deutschland)
† 8.2.1935 (Berlin, Deutschland)
Impressionismus
In Berlin am Wannsee gibt es die Liebermann – Villa, die auch eine eigene Sammlung von Liebermann – Werken beheimatet.
Max Liebermann wurde als eines von fünf Kindern einer jüdischen Industriellenfamilie hineingeboren. Liebermann ging nicht gern zur Schule. Er besuchte die städtische Realschule und zeichnete in der Freizeit gern. Als Max 10 Jahre alt war, kaufte sein Vater Louis das repräsentative Palais Liebermann am Pariser Platz 7 in Berlin, direkt am Brandenburger Tor gelegen. Mit 12 Jahren begleitete er seine Mutter zur Malerin Antonie Volkmar, die ein Portrait von der Mutter anfertigen sollte. Die Zeit vertrieb er sich dabei ebenfalls mit Zeichnen. Die Malerin erkannte das Talent und so gewannen die Eltern die Überzeugung Max an schulfreien Nachmittagen privaten Malunterricht nehmen zu lassen. Liebermann wechselte auf das Gymnasium und machte 1866 Abitur.
René Magritte
*21.11.1898 (Lessines, Belgien)
† 15.8.196 (Schaerbeek (Belgien)
Art D´deco, Kubismus, Post-Impressionismus, Dadaismus
Magritte hatte ein einschneidendes Erlebnis in seiner Jugend. Seine Mutter beging 1912 Selbstmord. Sie ertränkte sich im Fluss Sambre. Magritte war anwesend, als die leblose Mutter aus dem Wasser gezogen wurde. Dieses Erlebnis traumatisierte ihn. Er floh sich in die Lektüre von Fantomas-Romanen. Nach dem Gymnasium studierte er zwei Jahre an der Brüsseler Akademie der schönen Künste. Während seines Studiums schuf er kubistisch-futuristische Arbeiten. 1922 heiratete er sein frühes Modell Georgette Berger. Die Ehe sollte bis zu seinem Tod halten. Magritte verdiente sich sein Geld zunächst als Musterzeichner in einer Tapetenfabrik. Magritte war mit Miró, Hans Arp und später auch mit Dalí befreundet. 1924 wechselt er die Anstellung und beginnt als Werbegrafiker. Ab 1925 fängt Magritte an, surrealistische Bilder zu malen. 1927 bekommt Magritte seine erste Einzelausstellung und zieht danach für rund 3 Jahre nach Paris. 1936 wurden Bilder von ihm im Museum of Modern Art bei der Ausstellung „Fantastic Art, Dada, Surrealism“ gezeigt. 1956 stellte er auf der Documenta aus. 1967 starb Magritte in seinem Haus unerwartet an Krebs.
Claude Monet
*14.11.1840 (Paris, Frankreich)
† 5.12.1926 (Giverny, Frankreich)
Impressionismus
Die größte Sammlung von Werken Monets befindets ich im Musée Marmottan in Paris. In Deutschland hat das Museum Barberini Potsdam die größte Sammlung von Monet.
Monets Eltern ziehen nach Le Havre als Monet 5 Jahre alt ist. Schon in jungen Jahren zeigt sich sein künstlerisches Talent. Er zeichnet als Jugendlicher Karikaturen und kann sie über ein Bilderrahmengeschäft verkaufen. Mit 15 ist Monet in der ganzen Stadt schon als Karikaturist bekannt. Er liebte es ans Meer oder zu Klippen zu gehen. 1861 erhielt Monet die Einberufung in den 7 Jahre dauernden Militärdienst und wurde zur Kavallerie nach Algerien entsandt. Nach einem Jahr wurde er wegen Typhus beurlaubt. Seine Tante kaufte ihn, was zulässig war und 3.000 Francs kostete, schließlich vom restlichen Wehrdienst frei. Monet bewunderte die Werke Manets, mit dem er engen Kontakt hatte. Monet wollte es vermeiden, zum Kriegsdienst im Krieg gegen Deutschland eingezogen zu werden und floh 1870 nach London. Er gründete 1873 mit anderen Künstlern eine Vereinigung, um Bilder auszustellen. Die erste Gruppen-ausstellung fand 1874 in Paris statt.
Pablo Picasso
*25.10.1881 (Málaga, Spanien)
† 8.4.1973 (Mougins, Frankreich)
Realismus, Kubuismus, Surrealismus
Es gibt das Musée Picasso in Paris und das Museo Picasso Málaga. In Münster gibt es ebenfalls ein Picasso-Museum, das auf Radierungen spezialisiert ist.
Der Vater von Picasso war freischaffender Maler und Lehrer an einer Kunstgewerbeschule. Picasso hatte zwei jüngere Schwestern. Schon mit 7 Jahren begann Picasso zu malen. Mit 9 Jahren erstellte er schon sein erstes Ölgemälde „Picador“, das einen Stierkämpfer in der Arena zeigt. Mit 10 Jahren wurde er an der Schule für Bildende Künste aufgenommen. Die Familie zog nach Barcelona. Hier ging Picasso mit 14 Jahren zur Kunstakademie und durfte zwei Klassen überspringen. Mit 19 Jahren gab es die erste Picasso-Einzelausstellung. 1907 lernte er Georges Braque kennen, der eine ähnliche Maltechnik in Kuben anwandte. Die Bilder sahen sich erstaunlich ähnlich. Die beiden sahen sich 1908 und 1909 beinahe täglich und malten. Sie begründeten den Kubismus und gewannen auch den spanischen Maler Juan Gris für ihren Stil, der inzwischen Ateliernachbar von Picasso war.
Jackson Pollock
*28.1.1912 (Cody, USA)
† 11.8.1956 (Springs, USA)
Abstrakter Expressionismus, Actionpainting
Die größte Sammlung von Pollock-Werken besitzen das MoMa und das Guggenheim in New York. In Deutschland dürfte das Museum Ludwig über die größte Sammlung verfügen.
“Jack the Dripper” war sein Spitzname. Pollock gilt als Begründer des "Action - Paintings" und hat sich damit berühmt gemacht. Viele seiner Bilder wurden mit dem sog. „Drip-Painting-Verfahren“ erstellt, bei dem er die Farbe auf die großformatigen Leinwände träufelte. Pollock wuchs in ärmlichen Verhältnissen einer Arbeiterfamilie auf. Pollock besuchte als Teenager im Alter von 13 bis 15 die Manual Arts High School in Los Angeles. Nach einem Intermezzo als Landvermesser studierte er von 1929 bis 1931 an der Arts Students League in New York. Er entwickelte früh dasselbe Alkohol- und Gewaltproblem, das schon sein Vater hatte und der starb, als Pollock erst 21 war (1933). 1935 erhielt er eine Anstellung bei dem Federal Arts Project, einem staatlichen Hilfsprojekt , das u.a. Künstler während der Weltwirtschaftskrise unterstützte.
Raffael (Raffaello Sanzio)
*6.4.oder 28.3.1483 (Urbino, Italien)
† 6.4.1520 (Rom, Italien)
Hochrainassance
Viele Werke können in den Vatikanischen Museen und in den Uffizien in Florenz sowie der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden besichtigt werden. Eine umfangreiche Sammlung von über fünfzig Werkkopien Raffaels, befindet sich im Orangerieschlosses in Potsdam. Die Nachbildungen haben überwiegend Originalgröße.
Raffael war Maler und Architekt. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein galt er als größter Maler aller Zeiten. Als er mit nur 37 Jahren starb, hatte er als Künstler eine solche Bedeutung, dass ihn vier Kardinäle zu Grabe trugen und Papst Leo X. der Beerdigung im Pantheon beiwohnte und vor dem Leichnam niederkniete. Raffael verlor schon mit 8 Jahren seine Mutter und mit 11 Jahren seinen Vater, der selbst Hofmaler des Fürsten von Urbino war und ihn in jungen Jahren unterrichtete. Mit 11 Jahren ging er nach Perugia und trat als Schüler in die Werkstatt von Pietro Vanucci ein. 1504 ging er nach Florenz, wo schon Michelangelo und Leonardo da Vinci Berühmtheit erlangten. Alle drei kannten sich. Michelangelo und Leonardo da Vinci waren Rivalen und lehnten einander ab. Raffael wurde von Leonardo da Vinci bewundert. Er studierte seine Maltechnik, die er angeblich bei der Mona Lisa anwendete. Er wurde nach Rom berufen und erhielt dort zahlreiche Aufträge, vor allem von der Kirche. 1514 wurde er zum Architekten und Bauleiter der neuen Peterskirche ernannt.
Mark Rothko
*25.9.1903 (Daugavpils, Russland, heute: Lettland)
† 25.2.1970 (New York, USA)
Abstrakter Expressionismus, Farbfeldmalerei, Minimalismus
In Lettland gibt es ein Rothko Museum. In Deutschland dürfte das Museum Ludwig in Köln über die meisten Bilder von Mark Rothko verfügen.
Markus Rothkowitz, floh als zehnjähriger mit seiner Mutter vor der antisemitischen Repression nach Portland, Oregon (USA), wo sein Vater (Apotheker) und seine Brüder bereits lebten. Der Vater starb kurz darauf, was ihn einschneidend traf. Ein in Yale begonnenes Studium brach er ab. 1923 Umzug nach New York. 1940 Änderung seines Namens. In den 1940igern gab er allmählich die figurative Darstellung auf und entwickelte die Farbfeldmalerei. Rothko litt an Depressionen. 1970 nahm er sich in seinem Atelier das Leben. Sein Nachlass wird von den beiden Kindern und der Pace Gallery verwaltet
Leonardo Da Vinci
*15.4.1452 (Vinci Anchiano, Italien)
† 2.5.1519 (Amboise, Frankreich)
Hochrenaissance
Die weltweit größte Sammlung befindet sich im Louvre in Paris. Von den weltweit schätzungsweise 15 erhaltenen Bilden lagern hier fünf. Das einzige Museum in Deutschland, das ein Gemälde (Madonna mit Nelke) von Da Vinci besitzt ist die Alte Pinakothek in München. Die Hamburger Kunsthalle besitzt vier Zeichnungen, die aus konservatorischen Gründen nur selten im Original ausgestellt werden.
Um 1489 begann Da Vinci mit seinen Studien zu Proportionen, Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers. Er vermaß systematisch die Köper junger Männer. Leonardo da Vinci war nicht der einzige Künstler, der die Auffassung vertrat, die Malerei sei ein Art exakter Naturwissenschaft. Viel veränderte sich in dieser Zeit. Es setzte ein Rationalisierungsprozess ein, z.B. im Kreditwesen, einer (doppelten) Buchführung, Methoden der Staatsführung und Diplomatie entstanden. Es wurden in Italien auch die ersten Leichensektionen durchgeführt. Da Vinci nahm nicht nur an ihnen teil und zeichnete Muskeln und anderes; er führte selbst Sektionen durch, trotz des Verbots der Kirche. Jeder kennt die Proportionsstudie von Da Vinci (1496), bei der ein Mann mit ausgebreiteten Armen in einem Kreis steht. Die Zentralperspektive wurde in der Malerei entwickelt. Leonardo wandte sie das erste Mal beim Bild „Das Abendmahl“ an.1503 kehrte er nach Florenz zurück. Leonardo da Vinci hatte keine Kinder, auch Liebesbeziehungen sind von ihm nicht bekannt.
Leonardo da Vinci folgte im Jahr 1516 einer Einladung des jungen Königs Franz I. nach Frankreich auf Chateu D´Amboise. Ein großzügiges Gehalt lockte ebenso, wie die Freiheit für seine Forschungen. Hinzu kam, nach dem Tod seines Gönners Giuliano de’ Medici im März 1516 verlor er wichtige Verbindungen damit potentielle Aufträge. Zudem favorisierte Papst Leo X. für künstlerische Aufträge die jüngere Konkurrenten wie Raffael und Michelangelo
Andy Warhol
*6.8.1928 (Pittsburg, USA)
† 22.2.1987 (New York, USA)
Pop Art
Die meisten Werke von Andy Warhol hat das Andy Warhol Museum. In Europa besitzt das Museum Brandhorst in München mit über 120 Werken die umfangreichste Sammlung von Andy Warhol Kunstwerken
Andy Warhol hat russische Wurzeln. Seine Eltern Ondrej Varhola und Julia Justyna waren Immigranten. Andy Worhol hieß eigentlich Andrew Warhola. Er wuchs in prekären Verhältnissen auf. Mit 8 Jahren erkrankte er an Chorea minor, einer Autoimmunkrankheit, die u.a. Muskelzuckungen und Koordinationsprobleme verursacht. Er hatte zudem eine Pigmentstörung, warum er teilweise für einen Albino gehalten wurde. Der bettlägerige Andy entwickelte eine Leidenschaft für Comics und Kinofilme und begann zu zeichnen. Von 1945 bis 1949 studierte Warhol Gebrauchsgrafik am Carnegie Institute of Technology in Pittsburg und erhielt einen Abschluss für Malerei und Design. Er zog nach New York und übernahm Gelegenheitsjobs als Werbegrafiker und Schaufensterdekorateur.