Künstler

Auf dieser Seite finden Sie Vitae von verschiedenen Künstlern aus unterschiedilchen Epochen. Die Seite wird sich weiter füllen. Viel Spaß beim herumstöbern.

Francis Bacon

*28.10.1909 (Dublin, Irland) 

 † 28.4.1992 (Madrid, Spanien)

Expressionismus, Surrealismus, Kubismus

Die meisten Bilder von Francis Bacon besitzt die Tate Gallery in London.

Wegen seiner Homosexualität warf ihn sein Vater im Teenageralter aus dem Haus. Bacon zog nach London. Er lebte vorübergehend auch in Berlin, Paris und Monte Carlo, wo er als Croupier arbeitete und angeblich selbst spielsüchtig wurde. Später zog er nach Madrid, wo er an einem Herzinfarkt starb. Bacons Erfolg stieg nach dem II. Weltkrieg stark an. Bereits 1948 erwarb das Museum of modern Art ein Bild von ihm („Painting 1946“).

Max Beckmann

* 12.2.1884 (Leipzig, Deutschland)                   

† 27.12.1950 (New York, USA)

Expressionismus, Neue Sachlichkeit

Die weltweit größten Bestände an Bildern von Max Beckmann stehen im Eigentum vom Städel Museum in Frankfurt am Main.

Beckmann war eines von drei Kindern eines Leipziger Getreidegroßhändlers. Als er 10 Jahre alt ist, zieht die Familie nach Braunschweig um. Er studierte in Weimar Kunst, legte aber keinen Abschluss ab. 1906 heiratete er die Malerin Minna Tube. 1914 meldete er sich als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg und erleidet nach rund einem Jahr einen psychischen Zusammenbruch. 1925 erhält er in Frankfurt a.M. eine Professur. 1930 werden auf der 17. Biennale in Venedig 6 Bilder von ihm ausgestellt. 1931 stellt er bei der Ausstellung „German Painting and Sculpture“ im Museum of Modern Art, New York aus. 1933 wird ihm politisch motiviert der Lehrauftrag entzogen. Die Nazis diffamieren ihn als „entarteten Künstler“ und beschlagnahmen 509 seiner Werke aus deutschen Museen.  Beckmann emigriert zunächst nach Paris, dann nach Amsterdam und 1947 schließlich in die USA. Dort unterrichtet er ab 1949 an der Brooklyn Museum Art School in New York. 1950 stirbt er in New York.

Bernado Bellotto "Canaletto"

*20.5.1722 (Venedig, Italien)         

† 17.11.1780 (Warschau, Polen)

Rokkoko

In Deutschland hängen die meisten Bilder in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden

Für die Verwirrung gleich zu Anfang: es gab zwei italienische Maler, die sich Canaletto nannten und sie waren auch noch verwandt. Das gestaltet die Orientierung nicht leichter. Das Kunsthistorische Museum in Wien hatte 2026 eine Ausstellung “Canaletto und Bellotto“ Giovanni Antonio Canal war sein Onkel und nannte sich zeitweise auch Canaletto. Das Talent von Bernado erkennt sein Onkel Antonio Giovanni Canal, der ihn als 14-jährigen in seine Malwerkstatt 1736 aufnimmt. Der Neffe adaptiert den Vedutenstil seines Onkels.

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Nicht alle Werke von Onkel und Neffe sind bis heute eindeutig zugeordnet. 1741 heiratet Bellotto und wird nach und nach Vater von 5 Kindern. 1742 unternimmt er seine erste Studienreise in Italien, alleine ohne seinen Onkel. In den folgenden Jahren sterben drei seiner Kinder. Dies mag ihn bewogen haben, Venedig 1747 den Rücken zu kehren. Er siedelte um nach Dresden, wo sein berühmtes Bild über der Elbbrücke „Der Canaletto-Blick“ entstand. Es entstanden 14 Bilder von Dresden, die heute noch in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden hängen. Sachsen wurde in den 7-jährigen Krieg verwickelt. August II. begab sich ins Exil nach Warschau. 1759, nach 12 Jahren Aufenthalt in Dresden ging auch Bellotto. Er reiste und hielt sich u.a. in Wien und München auf. 1761 kehrte er nach Dresden zurück. 1767 will Bellotto nach St. Petersburg reisen, um dort einen neuen Markt seiner Bilder zu finden, die immer weniger nachgefragt werden. Bis dorthin schafft er es nicht. Er bleibt in Warschau und wird dort Hofmaler. Seine Frau folgt ihn mit den Töchtern. Am 17.11.1780 stirbt er an einem Schlaganfall. Sein Leichnam wird in der Kapuzinerkirche bestattet. Das Grab ist nicht mehr auffindbar.

Joseph Beuys

*12.5.1921 (Krefeld, Deutschland)

† 23.1.1986 (Düsseldorf, Deutschland)

Aktionskunst, Performance, Konzeptkunst

Die meisten Kunstwerke von befinden sich im Museum Schloss Moyland

Beuys besuchte in Kleve das Gymnasium und lernte dort auch Klavier-und Cellospielen. Außerhalb der Schulzeit besuchte er auch das Atelier des Bildhauers Achilles Moortgat. Ob er das Gymnasium mit Abitur verließ, ist nicht gesichert. Beuys war in der Hitlerjugend und meldete sich 1941 freiwillig zur Luftwaffe und verpflichtete sich für 12 Jahre. Er wurde Bordfunker u.a. in einem Sturzkampfflugzeug (Stuka – Ju 87) und kam an der Ostfront zum Einsatz. Im März 1944 stürzte sein Flugzeug ab.

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 Der Pilot starb, Beuys überlebte mit zahlreichen Knochenbrüchen und wurde gerettet. Beuys erzählte – die von dritter Seite angezweifelte – Geschichte, dass ihn nomadische Krimtataren fanden und pflegten. Seine Wunden sollen mit tierischen Fett gesalbt worden und mit Filz warm gehalten worden sein. Angeblich sei dies der Grundstein für seine Vorliebe mit Fett und Filz zu arbeiten. Nach dem Krieg studierte Beuys an der Kunstakademie in Düsseldorf den Studiengang „Monumentalbildhauerei“, das er 1953 abschloss. 1961 wurde er auf den Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf berufen, den er bis 1974 inne hatte. Beuys war der Meinung, dass jeder, der Kunst studieren wolle, daran nicht gehindert werden solle. Zahlreiche Bewerber wurden von der Kunstakademie abgewiesen, weil ihre Probenmappen nicht genügten. 1971 nahm Beuys alle 142 abgelehnten Bewerber zusätzlich in seine Klasse mit auf. Das Wissenschaftsministerium in Düsseldorf lehnte dies ab. Beuys besetze daraufhin das Sekretariat der Akademie mit 17 Studenten. In einem Gespräch mit dem Wissenschaftsminister Johannes Rau wurde eine Lösung für diese 17 Studenten gefunden. 1972 wiederholte er im Wesentlichen dieselbe Aktion und erhielt daraufhin eine fristlose Kündigung. Es kam zu einem Rechtsstreit, der mit einem Vergleich endete. Beuys durfte sich weiter Professor nennen, erhielt einen Arbeitsraum und das Arbeitsverhältnis wurde aufgelöst. Diese Aktionen erhielten viel öffentliche Aufmerksamkeit. Als Reflex erhielt er Gastprofessuren in Wien, Hamburg und Frankfurt.

Beuys stellte bereits 1964 auf der documenta III aus und war fortan regelmäßig mit seinen Werken vertreten. Das Städtische Museum in Mönchengladbach zeigte 1967 die erste umfassende Ausstellung BEUYS. Die Kunstakademie in Düsseldorf bot (heute auch noch) regelmäßig „Rundgänge“ in der Akademie an, bei denen die dort entstehende Kunst besichtigt werden konnte. Auch er stellte hier aus. 1969 war hier sein Werk Revolutionsklavier zu sehen, ein mit rund 200 roten Nelken und roten Rosen übersätes Instrument. Ein großer wirtschaftlicher Durchbruch auf dem Kunstmarkt gelang 1969. The pack (das Rudel), ein alter VW-Bus mit 24 Schlittenobjekten erzielte einen Preis von 110.000 DM. Auf der 37. Biennale in Venedig war Beuys mit der Installation „Straßenbahnhaltestelle“ im Deutschen Pavillion vertreten.

Beuys entwickelte den sog. Erweiterten Kunstbegriff, bei der er die umfassende Präsenz und Mitgestaltung der Kunst in der Gesellschaft formulierte.

1980 trafen sich Beuys und Andy Warhol in einer Galerie in Neapel, zur Ausstellung „Joseph Beuys by Andy Warhol“. Hier zeigte Warhol seine neuen Siebdruckportraits mit dem Titel „Joseph Beuys“. 1986 wurde Beuys der Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg verliehen. Düsseldorf hat heute ein Josepf-Beuys-Ufer und es gibt auch ein Denkmal von Jörg Immendorff (GAP 15, Düsseldorf).

Hieronymus Bosch

*unbekannt, vermutlich um 1450 (s-Hertogenbosch, Niederlande)

† 9.8.1516 (s-Hertogenbosch, Niederlande)

Mittelalter, Renaissance

Im Hieronimus Bosch Art Center kann man viel über Bosch erfahren und Bildreproduktionen sehen, aber keine Originale. Die meisten Originale hängen im Museo del Prado und in der Gemäldegalerie Berlin

Hieronymus van Aken, alias Bosch ist ein niederländischer Maler, über dessen Lebensweg nicht viel bekannt ist. Seinen Geburtsort verließ er nicht. Er entstammt einer Malerfamilie (van Aken – aus Aachen – Aix la Chapelle) und hatte so gute Verbindungen, um seine Künste beim höheren Adel und beim Klerus erfolgbringend anzubieten. Drei seiner vier Geschwister wurden ebenfalls Maler. Er war verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Später nahm er den Namen seines Wohnortes an. Bosch ist ein außergewöhnlicher Künstler seiner Zeit. Eigentlich war er der erste Surrealist. Seine fantastischen Bilder der Hölle zeigten Monster und Mischwesen. Seine Bilder sind enorm detailreich und voller Symbolik, die die Menschen seiner Zeit ungleich besser verstanden. In seinen Bildern bekamen sie häufig keine gute Bewertung. Es herrscht häufig anscheinend ein leicht dümmlicher, frivoler Egoismus.

 

Sandro Botticelli

*1.3.1445 (Florenz, Italien)

† 17.5.1510 (Florenz, Italien)

Frührenaissance

Die meisten Gemälde von Boticelli findet man in den Uffizien in Florenz und im Louvre. In Deutschland findet man Werke im Städel Museum, Frankfurt und in der Berliner Gemäldegalerie

Sandro Boticelli richtiger Name war Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi. Sein größerer Bruder hatte den Spitznamen “Boticelli” (kleines Fässchen), der auf Alessandro später überging. Sein Vater schickte ihn nach der Schule zu einem Goldschmied in die Lehre. Danach wurde er zum Schüler des berühmtesten Malers in Florenz (Fra Filippo Lippi). 1470 eröffnete Boticelli seine eigene Werkstatt und wurde von den Medici gefördert, was ihm auf lange Zeit auch öffentliche Aufträge sicherte.

Papst Sixtus IV. berief Boticelli neben anderen Künstlern nach Rom, um die neu errichtete Sixtinische Kapelle mit Wandgemälden auszustatten.

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Es wird angenommen, dass Boticelli ab 1500 wegen einer Erkrankung nicht mehr malen konnte; seine Werkstatt führte er indessen weiter. Im Alter verarmte er. Boticelli blieb unverheiratet und hatte keine Kinder. 1510 wurde er auf dem Friedhof der Kirche Ognissanti in Florenz zu Grabe getragen.

Sein wohl berühmtestes Bild, „Die Geburt der Venus“ (1485/86) hängt in den Uffizien in Florenz.

Georges Braque

*13.5.1882 (Argenteuil, Frankreich)

† 31.8.1963 (Paris, Frankreich)

Kubismus

Die größte Sammlung von Werken von Georges Braque befindet sich im Musée National d´Art Moderne (Centre Pompidou). In Deutschland verfügt die Kunstsammlung NRW vermutlich über die meisten Werke

Georges Braque gilt zusammen mit Picasso als Erfinder des Kubismus. In Deutschland wurden von ihm 8 Bilder von den Nazis als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. Georges Braque machte eine Lehre als Dekorationsmaler und besuchte schon in diesen frühen Jahren die Abendklasse der École des Beaux-Arts, um Malunterricht zu nehmen. Ab 1992 setzte er seine Studien an der Académie Humbert fort. Georges Braque war anfänglich vom Impressionismus beeinflusst. 1906 lernte auch Henri Matisse und Raoul Dufy kennen. Braque bezog ein Atelier in Paris, das nur wenige hundert Meter von Picassos Atelier lag. Sie besuchten sich gegenseitig und hatten zeitweise fast täglich Kontakt. 1912 heiratete Braque; die Ehe hielt bis zu seinem Tod; sie blieb kinderlos. 1914 wurde Braque zum Kriegsdienst eingezogen; Picasso brachte Braque zum Bahnhof und meinte später, es sei das letzte Mal gewesen, dass er Georges Braques (metaphorisch gemeint) gesehen habe. 

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Braque wurde 1915 schwer am Kopf verletzt und kam 1917 nach Paris zurück. Dort begegnete er oft dem Maler Juan Gris. Er entfernte sich langsam vom Kubismus. 1955 war er Teilnehmer der documenta I, 1959 der documenta II und im Jahre 1964 posthum der documenta III. 1963 starb der Künstler in seiner Pariser Wohnung.

Giovanni Antonio Canal "Canaletto"

*7.10.1697 (Venedig, Italien)

† 19.4.1768 (Venedig, Italien)

Barock, Rokokko 

Die Königliche Sammlung Schloss Windsor beherbergt die meisten Werke.

Für die Verwirrung gleich zu Anfang: es gab zwei italienische Maler, die sich Canaletto nannten und sie waren auch noch verwandt. Das gestaltet die Orientierung nicht leichter. Hier gemeint ist Giovanni Antonio Canal alias Canaletto. Das Kunsthistorische Museum in Wien hatte 2026 eine Ausstellung “Canaletto und Bellotto“ Bernado Bellotto war sein Neffe und nannte sich zeitweise auch Canaletto. Er war es, der die berühmte Ansicht von Dresden (Canaletto-Blick) geschaffen hat. Giovanni lernte die Malerei von seinem Vater Bernado Canal, der Bühnenbilder für Theateraufführungen gestaltete. Der englische Konsul in Venedig eröffnete dem Künstler einen Absatzmarkt in England.

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Der Adel orderte Bilder bei dem Vedutenmaler (veduta, ital.: Ansicht). 1746 ging Canaletto für 10 Jahre nach England und stellte Ansichten von London her. Finanzielle Engpässe zwangen ihn, seine eigene Bildersammlung 1762 an den englischen König George III zu verkaufen. Die meisten Gemälde und Zeichnungen Canalettos befinden sich daher noch heute in der königlichen Sammlung in Schloss Windsor.

Otto Dix

*2.12.1891 (Gera, Deutschland)                   

† 25.7.1969 (Singen, Deutschland)

Neue Sachlichkeit, Expressionismus

Es gibt zwei Museen, die sich dem Leben und Werk von Otto Dix widmen: das Haus Otto Dix in Gera und  in Gaienhofen am Bodensee das Museum Haus-Dix. Die meisten Werke besitzt das Zeppelin-Museum am Bodensee, dei meisten Gemälde hingegen finden sich im Kunstmuseum Stuttgart.

Dix´ Vater war in einer Gießerei als Former beschäftigt, seine Mutter war Näherin. Dix sah sich als Arbeiterkind. Er wuchs indessen nicht in prekären oder bildungsfernen Verhältnissen auf. Seine Mutter war musisch und künstlerisch interessiert. Während seiner Schulzeit besuchte Dix eine Malschule und lernte später Dekorationsmaler. Er erhielt ein Stipendium, das ihm ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden von 1910-14 ermöglichte. 1914 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und diente an der West- und Ostfront. Nach dem Krieg nahm er ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Dresden auf und arbeitete als freischaffender Künstler. Ab 1919 stand er in Kontakt mit den Berliner Dadaisten. 1922 zog Dix nach Düsseldorf, wo er an der Düsseldorfer Akademie ein Meisterschüler-Atelier erhielt. 1923 heiratete er die geschiedene Martha Koch, die schon Mutter von zwei Kindern war. 1925 zog Dix nach Berlin und nahm auch an der Wanderausstellung neue Sachlichkeit teil. Von 1927 bis 1933 hatte er eine Professur an der Kunstakademie Dresden.

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Nach der Machtergreifung wurde er entlassen. 1937 wurden zahlreiche seiner Werke als „entartete Kunst“ diffamiert. 260 seiner Bilder wurden aus den deutschen Museen beschlagnahmt. Die Kunst von Dix durfte fortan nicht mehr ausgestellt werden. 1945 wurde er zum Volkssturm eingezogen und geriet in französische Gefangenschaft. Nach dem Krieg wechselte er seinen Aufenthalt mehrfach zwischen beiden deutschen Staaten. 1959 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz und den Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf. 1966 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Gera ernannt. 1969 starb er in Singen am Hohentwiel an einem Schlaganfall. Sein Grab befindet sich in Hemmenhofen am Bodensee.

Yves Klein

*28.4.1928 (Nizza, Frankreich)

† 6.6.1962 (Paris, Frankreich)

Nouveau Réalisme

Die meisten Yves Klein Bilder hängen im MAMAC (Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain) in Nizza sowie im Centre Pompidou in Paris.

In Deutschland hängen die meisten Bilder im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.

Viele seiner Bilder sind schon am Monochromblau (ein Werk heißt denn auch Monochrome bleu), Rosa oder an der Goldfarbe von weitem zu erkennen. Der Künstler, der sie malte, war von außen betrachtet so, wie man sich einen Künstler vorstellt. Wild, schillernd und ein bisschen durchgeknallt. Er gilt als Avantgardekünstler , der ein Wegbereiter der Pop-Art war. Bei seinen Anthropometrie-Werken nutzte er weibliche Modelle als Druckstempel.

Mit Farbe bestrichene, nackte Frauen mussten sich dafür auf weißes Leinen legen und so ihren Körper abdrucken.  Auch erstellte er eine Fotoserie , bei der er sich von einem Gebäude im 1. Stock auf die Straße fallen ließ. Eine perfekte Fotomontage, wie später bekannt gegeben wurde. Er landete tatsächlich weich.

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Yves Klein wuchs als Sohn eines Künstlerehepaars in Paris und Nizza auf. Liegend signierte er sein erstes monochromblaues (und virtuelles) Bild, dem Himmel am Strand von Nizza. Ihn faszinierte die Farbe Blau immer wieder. 1955 zog er nach Paris und begründete die Monochromien, eine Bildfolge monochromer Bilder. Er mischte seine eigene Farbe und ließ sie vom Patentamt INP registrieren. 1962 heiratete Yves Klein. Wenige Monate nach der Heirat, am 6.6.1962 starb Yves Klein an einem Herzinfarkt. Genau zwei Monate später kam sein Sohn zur Welt.

Roy Lichtenstein

*27.10.1923 (New York, USA)

† 29.9.1997 New York, USA)

Pop Art

Die größten Sammlungen von Roy Lichtenstein haben die National Gallery of Art (Washington) und das Art Institute of Chicago. In Europa hat das Museum Ludwig die größte Sammlung

Roy Lichtenstein war ein führender Künstler (Maler, Bildhauer) der Pop-Art-Bewegung. Er wuchs in NY in einer jüdischen Familie auf. Sein Vater war Immobilienmakler. RL besuchte eine Privatschule, an der es keinen Kunstunterricht gab. Er begann als Jugendlicher zu zeichnen und besuchte als 16-jähriger Kunstkurse.Er war von Pablo Picasso inspiriert. Später begann er mit dem Kunststudium. Das Studium unterbrach er durch den Militärdienst in Europa während des II. Weltkriegs (1943-45) und beendete es 1950. Er experimentierte mit dem Expressionismus und Action Painting und lehrte an Hochschulen. 1961 begann er die industrielle Drucktechnik nachzuahmen und erstellte die ersten Bilder, die auch aus Comics bekannte Sprechblasen besaßen (Bild: „Look Mickey“).

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Mit diesem Stil gelang ihm der Durchbruch. Im selben Jahr malte er 6 weitere Bilder in diesem Stil und konnte fortan nur von seiner Kunst leben. In weiteren Werken verarbeitete er die Maltechnik von Pablo Picasso in seinen „Drucktechnik“-Bildern. Später nahm er sich auch Werke von anderen Künstlern (z.B. Monet, Matisse, Mondrian) vor. Sein Oeuvre umfasst etwa 4.500 Kunstwerke.

Max Liebermann

*20.7.1847 (Berlin, Deutschland)

† 8.2.1935 (Berlin, Deutschland)

Impressionismus

In Berlin am Wannsee gibt es die Liebermann – Villa, die auch eine eigene Sammlung von Liebermann – Werken beheimatet.

Max Liebermann wurde als eines von fünf Kindern einer jüdischen Industriellenfamilie hineingeboren. Liebermann ging nicht gern zur Schule. Er besuchte die städtische Realschule und zeichnete in der Freizeit gern. Als Max 10 Jahre alt war, kaufte sein Vater Louis das repräsentative Palais Liebermann am Pariser Platz 7 in Berlin, direkt am Brandenburger Tor gelegen. Mit 12 Jahren begleitete er seine Mutter zur Malerin Antonie Volkmar, die ein Portrait von der Mutter anfertigen sollte. Die Zeit vertrieb er sich dabei ebenfalls mit Zeichnen. Die Malerin erkannte das Talent und so gewannen die Eltern die Überzeugung Max an schulfreien Nachmittagen privaten Malunterricht nehmen zu lassen. Liebermann wechselte auf das Gymnasium und machte 1866 Abitur. 

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Liebermann begann Chemie zu studieren, tat es aber nur zurückhaltend. Vielfach nutzte er die universitäre Freiheit für Ausritte und für die Kunst. Nach einer kurzen Unterbrechung im Deutsch-Französischen Krieg zog er nach Düsseldorf.1872 stellte er sein erstes großes Gemälde bei einer Kunstausstellung in Hamburg vor (Die Gänserupferinnen). Die Kritiker lobten das Handwerk, fanden aber die Darstellung an sich als unästhetisch. Sein zweites großes Werk (Die Konsersvenmacherinnen) schickte er zur Ausstellung nach Antwerpen. Seine Kunst erhielt den Beinamen „Schmutzmalerei“. Käufer fanden sich gleich wohl. 1873 zog er um nach Paris. Es folgten Aufenthalte in den Niederlanden und Italien. 1884 heiratet er Martha Marckwald, die einer jüdischen Kaufmannsfamilie entstammte. 1895 wurden seine Werke auf der ersten Biennale in Venedig ausgestellt. 1897 wurde er zum Professor an der Königlichen Akademie der Künste in Berlin ernannt. 1909 kaufte Liebermann die Villa am Wannsee, die heute das Liebermann-Museum beherbergt. 1912 verlieh ihm die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin die Ehrendoktorwürde.

Als am 30.1.1933 ein NS-Fackelzug an seinem Haus am Pariser Platz 7 vorbeizog sagte er: Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“ Er erhielt noch im selben Jahr ein Arbeitsverbot. 1935 starb Liebermann in seinem Haus. Freunde versuchten seine Frau in die Schweiz und damit in die Sicherheit zu holen. Das misslang. Einen Tag vor ihrer Deportation nahm sie Gift und fiel ins Koma. Am 10.3.1943 starb sie im Krankenhaus. Ihre Tochter Käthe konnte mit ihrem Mann in die USA fliehen.

René Magritte

*21.11.1898 (Lessines, Belgien)

† 15.8.196 (Schaerbeek (Belgien)

Art D´deco, Kubismus, Post-Impressionismus, Dadaismus

Es gibt zwei Magritte-Museen in Brüssel. Eines befindet sich in seinem Wohnhaus in der Rue Esseghem 135 in Jette und das andere Museum in Brüssel im Zentrum.

Magritte hatte ein einschneidendes Erlebnis in seiner Jugend. Seine Mutter beging 1912 Selbstmord. Sie ertränkte sich im Fluss Sambre. Magritte war anwesend, als die leblose Mutter aus dem Wasser gezogen wurde. Dieses Erlebnis traumatisierte ihn. Er floh sich in die Lektüre von Fantomas-Romanen. Nach dem Gymnasium studierte er zwei Jahre an der Brüsseler Akademie der schönen Künste. Während seines Studiums schuf er kubistisch-futuristische Arbeiten. 1922 heiratete er sein frühes Modell Georgette Berger. Die Ehe sollte bis zu seinem Tod halten. Magritte verdiente sich sein Geld zunächst als Musterzeichner in einer Tapetenfabrik. Magritte war mit Miró, Hans Arp und später auch mit Dalí befreundet. 1924 wechselt er die Anstellung und beginnt  als Werbegrafiker. Ab 1925 fängt Magritte an, surrealistische Bilder zu malen. 1927 bekommt Magritte seine erste Einzelausstellung und zieht danach für rund 3 Jahre nach Paris. 1936 wurden Bilder von ihm im Museum of Modern Art bei der Ausstellung „Fantastic Art, Dada, Surrealism“ gezeigt. 1956 stellte er auf der Documenta aus. 1967 starb Magritte in seinem Haus unerwartet an Krebs.

Claude Monet

*14.11.1840 (Paris, Frankreich)

† 5.12.1926 (Giverny, Frankreich)

Impressionismus

Die größte Sammlung von Werken Monets befindets ich im Musée Marmottan in Paris. In Deutschland hat das Museum Barberini Potsdam die größte Sammlung von Monet. 

Monets Eltern ziehen nach Le Havre als Monet 5 Jahre alt ist. Schon in jungen Jahren zeigt sich sein künstlerisches Talent. Er zeichnet als Jugendlicher Karikaturen und kann sie über ein Bilderrahmengeschäft verkaufen. Mit 15 ist Monet in der ganzen Stadt schon als Karikaturist bekannt. Er liebte es ans Meer oder zu Klippen zu gehen. 1861 erhielt Monet die Einberufung in den 7 Jahre dauernden Militärdienst und wurde zur Kavallerie nach Algerien entsandt. Nach einem Jahr wurde er wegen Typhus beurlaubt. Seine Tante kaufte ihn, was zulässig war und 3.000 Francs kostete, schließlich vom restlichen Wehrdienst frei. Monet bewunderte die Werke Manets, mit dem er engen Kontakt hatte. Monet wollte es vermeiden, zum Kriegsdienst im Krieg gegen Deutschland eingezogen zu werden und floh 1870 nach London. Er gründete 1873 mit anderen Künstlern eine Vereinigung, um Bilder auszustellen. Die erste Gruppen-ausstellung fand 1874 in Paris statt. 

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Monet stellte hier u.a. das Werk: „Impression – Sonnenaufgang“, das Monet 1872 in Le Havre gemalt hatte, aus. Der Kritiker Leroy veröffentlichte eine abwertende Rezension in der Zeitschrift „Le Charivari“ und bezeichnete die Sammlung als „Die Ausstellung der Impressionisten“. Dies war der Beginn der Bezeichnung des „Impressionismus“. 1883 reist er gemeinsam mit Renoir an die französische Mittelmeerküste, 1884 folgten künstlerische Reisen an die Riviera und nach Holland. Monet hatte über viele Jahrzehnte finanzielle Probleme, die erst durch eine Zusammenarbeit mit einem Galeristen und eine kleine Erbschaft besser wurden. Monet mietete ein Haus in Giverny, nahe Paris, das er später kaufte und den Garten umgestaltete. Er lies exotische Pflanzen anpflanzen und lies eine Holzbrücke nach japanischen Stil errichten. In seinem Garten holte er sich die Inspiration für seine berühmten Seerosenbilder. 1892 legitimierte er die Beziehung zu seiner Frau mit der er mehrere Kinder hatte, durch Heirat. 1899 unternahm Monet mehrere Reisen nach London. 1904 fuhr er mit einem Auto nach Madrid. In den letzten Lebensjahren wurde seine Sehkraft krankheitsbedingt schlechter. Später konnte ihm durch eine Operation geholfen werden; Depressionen hinderten ihn aber daran, wieder produktiv zu arbeiten. 1826 starb Monet in Giverny. Monet hinterließ rund 2.000 Gemälde, davon widmete er allein 250 den Seerosen.

Pablo Picasso

*25.10.1881 (Málaga, Spanien)

† 8.4.1973 (Mougins, Frankreich)

Realismus, Kubuismus, Surrealismus

Es gibt das Musée Picasso in Paris und das Museo Picasso Málaga. In Münster gibt es ebenfalls ein Picasso-Museum, das auf Radierungen spezialisiert ist.

Der Vater von Picasso war freischaffender Maler und Lehrer an einer Kunstgewerbeschule. Picasso hatte zwei jüngere Schwestern. Schon mit 7 Jahren begann Picasso zu malen. Mit 9 Jahren erstellte er schon sein erstes Ölgemälde „Picador“, das einen Stierkämpfer in der Arena zeigt. Mit 10 Jahren wurde er an der Schule für Bildende Künste aufgenommen. Die Familie zog nach Barcelona. Hier ging Picasso mit 14 Jahren zur Kunstakademie und durfte zwei Klassen überspringen. Mit 19 Jahren gab es die erste Picasso-Einzelausstellung. 1907 lernte er Georges Braque kennen, der eine ähnliche Maltechnik in Kuben anwandte. Die Bilder sahen sich erstaunlich ähnlich. Die beiden sahen sich 1908 und 1909 beinahe täglich und malten. Sie begründeten den Kubismus und gewannen auch den spanischen Maler Juan Gris für ihren Stil, der inzwischen Ateliernachbar von Picasso war.

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1911 geriet Picasso mit seinem Freund Apollinaire in den Verdacht, am Diebstahl der Mona Lisa im Louvre beteiligt zu sein. Es klärte sich alles auf und die Mona Lisa und ihr Täter wurden zum Jahresende (wieder) aufgefunden.

Die Ereignisse des Spanischen Bürgerkriegs verstörten Picasso und in dessen Folge entstand wohl auch sein berühmtestes Bild „Guernica“. Die Stadt Guernica wurde durch die deutsch Legion Condor im Auftrag der nationalistischen Putschisten unter Franco bombardiert und fast völlig zerstört.

1939 widmete das Museum of Modern Art eine Retrospektive, die Picasso in Übersee bekannt machte.

1971 fand eine Retrospektive im Louvre in Paris zu Picassos 90. Geburtstag statt. Er war der erste Künstler, dem diese Auszeichnung schon zu Lebzeiten gewährt wurde. Picasso war ein extrem produktiver Künstler mit geschätzten 50.000 Werken, die er erschuf. Das Bild „Les Femmes D´Alger“ wurde 2015 für knapp 180.000.000 US-Dollar bei Christies versteigert. Picassos Werke wurden auf der documenta 1,2,3,6 und 8 gezeigt.

Jackson Pollock

*28.1.1912 (Cody, USA)

† 11.8.1956 (Springs, USA)

Abstrakter Expressionismus, Actionpainting

Die größte Sammlung von Pollock-Werken besitzen das MoMa und das Guggenheim in New York. In Deutschland dürfte das Museum Ludwig über die größte Sammlung verfügen.

“Jack the Dripper” war sein Spitzname. Pollock gilt als Begründer des "Action - Paintings" und hat sich damit berühmt gemacht. Viele seiner Bilder wurden mit dem sog. „Drip-Painting-Verfahren“ erstellt, bei dem er die Farbe auf die großformatigen Leinwände träufelte. Pollock wuchs in ärmlichen Verhältnissen einer Arbeiterfamilie auf. Pollock besuchte als Teenager im Alter von 13 bis 15 die Manual Arts High School in Los Angeles. Nach einem Intermezzo als Landvermesser studierte er von 1929 bis 1931 an der Arts Students League in New York. Er entwickelte früh dasselbe Alkohol- und Gewaltproblem, das schon sein Vater hatte und der starb, als Pollock erst 21 war (1933). 1935 erhielt er eine Anstellung bei dem Federal Arts Project, einem staatlichen Hilfsprojekt , das u.a. Künstler während der Weltwirtschaftskrise unterstützte. 

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Zwischen 1932 und 1942 unterzog sich Jackson Pollock mehreren Therapien gegen seine Trunksucht. 1942 lernte er seine spätere Ehefrau Lee Krasner kennen. 1943 malte er das Bild „She-Wolf“, das er an das Museum of Modern Art in New York für 650 US-Dollar verkaufte. 1945 heiratete er Lee Krasner. Sie, selbst Künstlerin förderte die Karriere ihres Mannes, indem sie ihn vielen Sammlern, Kritikern und Künstlern vorstellte. So wurde Peggy Guggenheim einer der bedeutenden frühen Förderer von Pollok. Sie richtete 1943 seine erste Einzelausstellung aus.

1950 stellte Pollock auf der Biennale in Venedig aus. Sein produktivstes Jahr. Er erstellte 50 Gemälde. 1956 verursachte Pollock im Alter von 44 Jahren alkoholisiert einen schweren Autounfall, bei dem eine Mitfahrerin und er ums Leben kamen. Heute zählen Jackson Pollocks Bilder zu den teuersten der Welt. Number 5 wurde 2006 für 140.000.000 US-Dollar, Number 17A wurde 2016 für 200.000.000 US-Dollar verkauft. Nr. 7A wurde von Christies im Mai 2026 für 181.200.000 US-Dollar in neue Hände gegeben.

Raffael (Raffaello Sanzio)

*6.4.oder 28.3.1483 (Urbino, Italien)

† 6.4.1520 (Rom, Italien)

Hochrainassance

Viele Werke können in den Vatikanischen Museen und in den Uffizien in Florenz sowie der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden besichtigt werden. Eine umfangreiche Sammlung von über fünfzig Werkkopien Raffaels, befindet sich im Orangerieschlosses in Potsdam. Die Nachbildungen haben überwiegend Originalgröße.

Raffael war Maler und Architekt. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein galt er als größter Maler aller Zeiten. Als er mit nur 37 Jahren starb, hatte er als Künstler eine solche Bedeutung, dass ihn vier Kardinäle zu Grabe trugen und Papst Leo X. der Beerdigung im Pantheon beiwohnte und vor dem Leichnam niederkniete. Raffael verlor schon mit 8 Jahren seine Mutter und mit 11 Jahren seinen Vater, der selbst Hofmaler des Fürsten von Urbino war und ihn in jungen Jahren unterrichtete. Mit 11 Jahren ging er nach Perugia und trat als Schüler in die Werkstatt von Pietro Vanucci ein. 1504 ging er nach Florenz, wo schon Michelangelo und Leonardo da Vinci Berühmtheit erlangten. Alle drei kannten sich. Michelangelo und Leonardo da Vinci waren Rivalen und lehnten einander ab. Raffael wurde von Leonardo da Vinci bewundert. Er studierte seine Maltechnik, die er angeblich bei der Mona Lisa anwendete. Er wurde nach Rom berufen und erhielt dort zahlreiche Aufträge, vor allem von der Kirche. 1514 wurde er zum Architekten und Bauleiter der neuen Peterskirche ernannt.

Mark Rothko

*25.9.1903 (Daugavpils, Russland, heute: Lettland)

† 25.2.1970 (New York, USA)

Abstrakter Expressionismus, Farbfeldmalerei, Minimalismus

In Lettland gibt es ein Rothko Museum.  In Deutschland dürfte das Museum Ludwig in Köln über die meisten Bilder von Mark Rothko verfügen.

Markus Rothkowitz, floh als zehnjähriger mit seiner Mutter vor der antisemitischen Repression nach Portland, Oregon (USA), wo sein Vater (Apotheker) und seine Brüder bereits lebten. Der Vater starb kurz darauf, was ihn einschneidend traf. Ein in Yale begonnenes Studium brach er ab. 1923 Umzug nach New York. 1940 Änderung seines Namens. In den 1940igern gab er allmählich die figurative Darstellung auf und entwickelte die Farbfeldmalerei. Rothko litt an Depressionen. 1970 nahm er sich in seinem Atelier das Leben. Sein Nachlass wird von den beiden Kindern und der Pace Gallery verwaltet

Leonardo Da Vinci

*15.4.1452 (Vinci Anchiano, Italien)

† 2.5.1519 (Amboise, Frankreich)

Hochrenaissance

Die weltweit größte Sammlung befindet sich im Louvre in Paris. Von den weltweit schätzungsweise 15 erhaltenen Bilden lagern hier fünf. Das einzige Museum in Deutschland, das ein Gemälde (Madonna mit Nelke)  von Da Vinci besitzt ist die Alte Pinakothek in München. Die Hamburger Kunsthalle besitzt vier Zeichnungen, die aus konservatorischen Gründen nur selten im Original ausgestellt werden. 

Um 1489 begann Da Vinci mit seinen Studien zu Proportionen, Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers.  Er vermaß systematisch die Köper junger Männer. Leonardo da Vinci war nicht der einzige Künstler, der die Auffassung vertrat, die Malerei sei ein Art exakter Naturwissenschaft. Viel veränderte sich in dieser Zeit. Es setzte ein Rationalisierungsprozess ein, z.B. im Kreditwesen, einer (doppelten) Buchführung, Methoden der Staatsführung und Diplomatie entstanden. Es wurden in Italien auch die ersten Leichensektionen durchgeführt. Da Vinci nahm nicht nur an ihnen teil und zeichnete Muskeln und anderes; er führte selbst Sektionen durch, trotz des Verbots der Kirche.  Jeder kennt die Proportionsstudie von Da Vinci (1496), bei der ein Mann mit ausgebreiteten Armen in einem Kreis steht. Die Zentralperspektive wurde in der Malerei entwickelt. Leonardo wandte sie das erste Mal beim Bild „Das Abendmahl“ an.1503  kehrte er nach Florenz zurück. Leonardo da Vinci hatte keine Kinder, auch Liebesbeziehungen sind von ihm nicht bekannt.

Leonardo da Vinci folgte im Jahr 1516 einer Einladung des jungen Königs Franz I. nach Frankreich auf Chateu D´Amboise. Ein großzügiges Gehalt lockte ebenso, wie die Freiheit für seine Forschungen. Hinzu kam, nach dem Tod seines Gönners Giuliano de’ Medici im März 1516 verlor er wichtige Verbindungen damit potentielle Aufträge. Zudem favorisierte Papst Leo X. für künstlerische Aufträge die jüngere Konkurrenten wie Raffael und Michelangelo

Andy Warhol

*6.8.1928 (Pittsburg, USA)

† 22.2.1987 (New York, USA)

Pop Art

Die meisten Werke von Andy Warhol hat das Andy Warhol Museum.   In Europa besitzt das Museum Brandhorst in München mit über 120 Werken die umfangreichste Sammlung von Andy Warhol Kunstwerken

Andy Warhol hat russische Wurzeln. Seine Eltern Ondrej Varhola und Julia Justyna waren Immigranten. Andy Worhol hieß eigentlich Andrew Warhola. Er wuchs in prekären Verhältnissen auf. Mit 8 Jahren erkrankte er an Chorea minor, einer Autoimmunkrankheit, die u.a. Muskelzuckungen und Koordinationsprobleme verursacht. Er hatte zudem eine Pigmentstörung, warum er teilweise für einen Albino gehalten wurde. Der bettlägerige Andy entwickelte eine Leidenschaft für Comics und Kinofilme und begann zu zeichnen. Von 1945 bis 1949 studierte Warhol Gebrauchsgrafik am Carnegie Institute of Technology in Pittsburg und erhielt einen Abschluss für Malerei und Design. Er zog nach New York und übernahm Gelegenheitsjobs als Werbegrafiker und Schaufensterdekorateur.

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Warhol erstellte für Zeitschriften und Magazine Skizzen, Grußkarten und Werbegeschenke. 1952 stellte er in einer Buchhandlung eigene Werke aus. Schon vier Jahre später stellte er im Museum of Modern Art in New York aus. Ende der 50er Jahre zählte er zu den bestbezahltesten Industrie -und Werbegrafikern in Manhattan. Er wandte sich aber vermehrt der Kunst zu und konzentrierte sich auf triviale Sujets von Comic-und Cartoon wie Mickey Mouse, Popeye oder Superman. Er stellte einen Gegenpart zu den abstrakten Expressionismus von Mark Rothko oder Jackson Pollock dar. Konkurrenz boten ihm dagegen Roy Lichtenstein und Robert Rauschenberg. Er wandte sich der Verarbeitung der kommerziellen Werbung zu. 1962 hatte er mit Campbell´s Soup Cans seine Erste Einzelausstellung. Er fertigte hierfür 32 nahezu identische Bilder der Suppenkonserven in den verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Der Verkaufspreis für das Ensemble sollte 1.000 US-Dollar betragen. Iriving Blum kaufte sie für 100.000 US-Dollar. 1996 wurden sie für 15.000.000 US-Dollar an das Museum of Modern Art verkauft. Warhol drehte auch Filme und war Fotograf. Am 3.7.1968 verübte eine radikale Frauenrechtlerin ein Attentat auf Warhol. Sie verletzte ihn durch mehrere Schüsse lebensgefährlich. Warhol überlebte, musste aber längere Zeit im Krankenhaus verbringen. Warhol stieg in der New Yorker Society auf und wurde zur schillernden Figur auf Party´s mit Prominenten. Dazu trug die In-Diskothek „Studio 54“ bei. Auch Großkonzerne wie BMW und Mercedes schmückten sich bzw. ihre Autos mit Warhol und seiner Kreativität. Er moderierte zudem Fernsehsendungen (Andy Warhols TV und Andy Warhol´s 15 minutes). 1980 trafen sich Beuys und Andy Warhol in einer Galerie in Neapel, zur Ausstellung „Joseph Beuys by Andy Warhol“. Hier zeigte Warhol seine neuen Siebdruckportraits mit dem Titel „Joseph Beuys“. Andy Warhol´s Werke waren auf der 34.,36., 41und 42. Biennale Venedig sowie auf der 4., 6. und 7. Documenta in Kassel ausgestellt.

Am 22.2.1987 starb Warhol im Alter von 58 Jahren nachdem bei einer Gallenblasenoperation Komplikationen auftraten.