Künstler
Wussten Sie, dass es zwei Maler Namens „Canaletto“ gab, sich Raffael, Michelangelo und Leonardo Da Vinci kannten oder haben Sie schon einmal davon gehört, dass auf Andy Warhol geschossen und er dabei schwer verletzt wurde?
Vielleicht kennen Sie die Geschichte, dass Warhol seine Sammlung von 32 Campbell-Soup-Dosen für zusammen 1.000 Dollar verkaufen wollte. Später gingen sie für 15 Mio. US – Dollar an das Museum of Modern Art.
Joseph Beuys Flugzeug der deutschen Luftwaffe wurde im II. Weltkrieg abgeschossen und Beuys überlebte den Absturz verletzt. Lesen Sie einmal die Vita von David oder Rubens. Da muss sich ein Autor keinen Stoff für einen fantastischen Roman mehr überlegen. Dies und noch viel mehr Interessantes können Sie auf dieser Seite aus den Lebensläufen der Künstler erfahren und es kommen laufend neue dazu….Viel Spaß bei der Lektüre
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Wegen seiner Homosexualität warf ihn sein Vater im Teenageralter aus dem Haus. Bacon zog nach London. Er lebte vorübergehend auch in Berlin, Paris und Monte Carlo, wo er als Croupier arbeitete und angeblich selbst spielsüchtig wurde. Später zog er nach Madrid, wo er an einem Herzinfarkt starb. Bacons Erfolg stieg nach dem II. Weltkrieg stark an. Bereits 1948 erwarb das Museum of modern Art ein Bild von ihm („Painting 1946“).
Max Beckmann
* 12.2.1884 (Leipzig, Deutschland)
† 27.12.1950 (New York, USA)
Expressionismus, Neue Sachlichkeit
Die weltweit größten Bestände an Bildern von Max Beckmann stehen im Eigentum vom Städel Museum in Frankfurt am Main.
Beckmann war eines von drei Kindern eines Leipziger Getreidegroßhändlers. Als er 10 Jahre alt ist, zieht die Familie nach Braunschweig um. Er studierte in Weimar Kunst, legte aber keinen Abschluss ab. 1906 heiratete er die Malerin Minna Tube. 1914 meldete er sich als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg und erleidet nach rund einem Jahr einen psychischen Zusammenbruch. 1925 erhält er in Frankfurt a.M. eine Professur. 1930 werden auf der 17. Biennale in Venedig 6 Bilder von ihm ausgestellt. 1931 stellt er bei der Ausstellung „German Painting and Sculpture“ im Museum of Modern Art, New York aus. 1933 wird ihm politisch motiviert der Lehrauftrag entzogen. Die Nazis diffamieren ihn als „entarteten Künstler“ und beschlagnahmen 509 seiner Werke aus deutschen Museen. Beckmann emigriert zunächst nach Paris, dann nach Amsterdam und 1947 schließlich in die USA. Dort unterrichtet er ab 1949 an der Brooklyn Museum Art School in New York. 1950 stirbt er in New York.
Bernado Bellotto "Canaletto"
*20.5.1722 (Venedig, Italien)
† 17.11.1780 (Warschau, Polen)
Rokkoko
In Deutschland hängen die meisten Bilder in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden
Zur Verwirrung gleich zu Anfang: es gab zwei italienische Maler, die sich Canaletto nannten und sie waren auch noch verwandt. Das gestaltet die Orientierung nicht leichter. Das Kunsthistorische Museum in Wien hatte 2026 eine Ausstellung “Canaletto und Bellotto“, die sich mit dem Duo beschäftigte. Giovanni Antonio Canal war der Onkel von Bernado. Das Talent von Bernado erkennt sein Onkel, der ihn als 14-jährigen in seine Malwerkstatt 1736 aufnimmt. Der Neffe adaptiert den Vedutenstil seines Onkels.
Joseph Beuys
*12.5.1921 (Krefeld, Deutschland)
† 23.1.1986 (Düsseldorf, Deutschland)
Aktionskunst, Performance, Konzeptkunst
Die meisten Kunstwerke von befinden sich im Museum Schloss Moyland
Beuys besuchte in Kleve das Gymnasium und lernte dort auch Klavier-und Cellospielen. Außerhalb der Schulzeit besuchte er auch das Atelier des Bildhauers Achilles Moortgat. Ob er das Gymnasium mit Abitur verließ, ist nicht gesichert. Beuys war in der Hitlerjugend und meldete sich 1941 freiwillig zur Luftwaffe und verpflichtete sich für 12 Jahre. Er wurde Bordfunker u.a. in einem Sturzkampfflugzeug (Stuka – Ju 87) und kam an der Ostfront zum Einsatz. Im März 1944 stürzte sein Flugzeug ab.
Hieronymus Bosch
*unbekannt, vermutlich um 1450 (s-Hertogenbosch, Niederlande)
† 9.8.1516 (s-Hertogenbosch, Niederlande)
Mittelalter, Renaissance
Im Hieronimus Bosch Art Center kann man viel über Bosch erfahren und Bildreproduktionen sehen, aber keine Originale. Die meisten Originale hängen im Museo del Prado und in der Gemäldegalerie Berlin
Hieronymus van Aken, alias Bosch ist ein niederländischer Maler, über dessen Lebensweg nicht viel bekannt ist. Seinen Geburtsort verließ er nicht. Er entstammt einer Malerfamilie (van Aken – aus Aachen – Aix la Chapelle) und hatte so gute Verbindungen, um seine Künste beim höheren Adel und beim Klerus erfolgbringend anzubieten. Drei seiner vier Geschwister wurden ebenfalls Maler. Er war verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Später nahm er den Namen seines Wohnortes an. Bosch ist ein außergewöhnlicher Künstler seiner Zeit. Eigentlich war er der erste Surrealist. Seine fantastischen Bilder der Hölle zeigten Monster und Mischwesen. Seine Bilder sind enorm detailreich und voller Symbolik, die die Menschen seiner Zeit ungleich besser verstanden. In seinen Bildern bekamen sie häufig keine gute Bewertung. Es herrscht häufig anscheinend ein leicht dümmlicher, frivoler Egoismus in der Gesellschaft, die Bosch malte.
Sandro Boticelli richtiger Name war Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi. Sein größerer Bruder hatte den Spitznamen “Boticelli” (kleines Fässchen), der auf Alessandro später überging. Sein Vater schickte ihn nach der Schule zu einem Goldschmied in die Lehre. Danach wurde er zum Schüler des berühmtesten Malers in Florenz (Fra Filippo Lippi). 1470 eröffnete Boticelli seine eigene Werkstatt und wurde von den Medici gefördert, was ihm auf lange Zeit auch öffentliche Aufträge sicherte.
Papst Sixtus IV. berief Boticelli neben anderen Künstlern nach Rom, um die neu errichtete Sixtinische Kapelle mit Wandgemälden auszustatten.
Georges Braque
*13.5.1882 (Argenteuil, Frankreich)
† 31.8.1963 (Paris, Frankreich)
Kubismus
Die größte Sammlung von Werken von Georges Braque befindet sich im Musée National d´Art Moderne (Centre Pompidou). In Deutschland verfügt die Kunstsammlung NRW vermutlich über die meisten Werke
Georges Braque gilt zusammen mit Picasso als Erfinder des Kubismus. In Deutschland wurden von ihm 8 Bilder von den Nazis als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. Georges Braque machte eine Lehre als Dekorationsmaler und besuchte schon in diesen frühen Jahren die Abendklasse der École des Beaux-Arts, um Malunterricht zu nehmen. Ab 1992 setzte er seine Studien an der Académie Humbert fort. Georges Braque war anfänglich vom Impressionismus beeinflusst. 1906 lernte auch Henri Matisse und Raoul Dufy kennen. Braque bezog ein Atelier in Paris, das nur wenige hundert Meter von Picassos Atelier lag. Sie besuchten sich gegenseitig und hatten zeitweise fast täglich Kontakt. 1912 heiratete Braque; die Ehe hielt bis zu seinem Tod; sie blieb kinderlos. 1914 wurde Braque zum Kriegsdienst eingezogen; Picasso brachte Braque zum Bahnhof und meinte später, es sei das letzte Mal gewesen, dass er Georges Braques (metaphorisch gemeint) gesehen habe.
Peter Bruegel der Ältere
*1525-30 (vermutlich Breda, Niederlande)
† 9.9.1569 (Brüssel, Belgien)
Manierismus
Die meisten der noch 40 erhaltenen Bilder, darunter „Der Turmbau zu Babel“ und „Die Jäger im Schnee“ hängen im Kunsthistorischen Museum in Wien (12 Werke). In Peer (Belgien) gibt es ein Bruegel-Haus, das aller Bilder von Peter Bruegel d.Ä. als Reproduktion ausstellt.
Über sein Leben ist nicht viel bekannt. Er wurde zwischen 1525 und 1530 vermutlich in Breda, Niederlande geboren. Ab 1552 verbrachte er 3 Jahre in Italien und zog danach nach Antwerpen. 1563 heiratete er und wurde Vater von zwei Söhnen, Pieter der Jüngere kam 1564 zur Welt, sein Bruder Jan wurde 1568 geboren. Sie wurden beide ebenfalls Maler.
Bruegel wurde stark von Hieronymus Bosch beeinflusst. Er bevorzugte die Darstellung der Landschaft und die des einfachen Volkes, wobei Sozialkritik an den gesellschaftlichen Zwängen in den oft figurenreichen Bildern leicht zu erkennen ist. In seinem Bild „Die Niederländischen Sprichwörter“ hat er angeblich 100 niederländische Sprichwörter bildhaft dargestellt.
In der damaligen Zeit wurden sechs Jahreszeiten, beginnend mit dem Februar, unterschieden (Vorfrühling, Frühling, Frühsommer, Hochsommer, Herbst, Winter). Diese Jahreszeiten und die damit einhergehenden bäuerlichen Aufgaben stellte er in 6 Bildern (sog. Monatsbilder) dar; von ihnen sind noch fünf erhalten. Es gibt aber auch religiöse Darstellungen, wie der Turmbau zu Babel. Bruegel starb am 9.9.1569 und wurde, wie auch seine Frau Maria, in der Kapellenkirche in Brüssel beigesetzt.
Giovanni Antonio Canal "Canaletto"
*7.10.1697 (Venedig, Italien)
† 19.4.1768 (Venedig, Italien)
Barock, Rokokko
Die Königliche Sammlung Schloss Windsor beherbergt die meisten Werke.
Für die Verwirrung gleich zu Anfang: es gab zwei italienische Maler, die sich Canaletto nannten und sie waren auch noch verwandt. Das gestaltet die Orientierung nicht leichter. Hier gemeint ist Giovanni Antonio Canal alias Canaletto. Das Kunsthistorische Museum in Wien hatte 2026 eine Ausstellung “Canaletto und Bellotto“ Bernado Bellotto war sein Neffe und nannte sich zeitweise auch Canaletto. Er (Bernado) war es, der die berühmte Ansicht von Dresden (Canaletto-Blick) malte. Giovanni lernte die Malerei von seinem Vater Bernado Canal, der Bühnenbilder für Theateraufführungen gestaltete. Der englische Konsul in Venedig eröffnete dem Künstler einen Absatzmarkt in England.
Michelangelo Merisi, "Caravaggio"
*29.9.1671 (Mailand, Italien)
† 18.7.1610 (Porto Ercole, Italien)
Frühbarock
Die meisten Bilder von Caravaggion sind dort geblieben, wo sie entstanden, in Mailand, Rom, Neapel, Sizilien, Malta, vor allem in den Kirchen. In Berlin befindet sich in der Gemäldegalerie "Amor als Sieger" und in Potsdam im Schloss Sancssoucci "Der ungläubige Thomas"
Michelangelo Merisi kam 1671 in Mailand zu Welt. Zu seinem Leben findet man unterschiedliche Informationen, aber in der Quintessenz kann man sagen, dass sein kurzes Leben gut für einen Roman taugen würde. Als er noch Kind war, starben sein Vater und sein Onkel an der Pest. Die Familie flüchtete daher 1576 vor der Pest nach Caravaggio, wo sie ein Stück Land besaß. 1584 ging es zurück und Michelangelo da Caravaggio trat seine vierjährige Lehre beim Maler Simone Peterzano an. 1592 zog er nach Rom und arbeitete sich dort mittellos beginnend als Maler allmählich von der Straße nach oben in die Paläste der Kardinäle. Er besuchte aber auch zwielichtige Tavernen und machte Bekanntschaft mit ebensolchen Menschen. Er gerät zunehmend mit dem Gesetz in Konflikt. Er findet wohl in zahlreichen Polizei- und Gerichtsakten, die noch existieren, Erwähnung. Ab 1506 gerät sein kurzes Leben aus den Fugen. Er gerät in eine gewaltsame Auseindersetzung, in die ein Freund von ihm verwickelt ist und tötet mit einem Schwert den Kontrahenten. Caravaggio wird wegen Totschlags verurteilt. Die Quellen sind unterschiedlich. Er wird jedenfalls mit dem „bando capitale“ belegt, das jedem erlaubt, ihn straflos zu töten. Es gibt aber auch die Version, dass er zum Tode durch Enthaupten verurteilt wurde. Er flieht in das spanische Neapel (Neapel gehörte von 1504 bis 1713 der spanischen Krone an) und wird dort ein in kurzer Zeit begehrter Maler mit zahlreichen einflussreichen Auftraggebern. Es entstehen in dieser Zeit mehrere Bilder mit Enthauptungsszenen (Die Enthauptung Johannes des Täufers“ (1608), David mit dem Kopf des Goliath 1610), wobei der Enthauptete auf dem letzten Bild Caravaggio selbst ist. Er reist 1608 mit einer Galeere nach Malta.
Gustave Courbet
*10.6.1819 (Ornans bei Besancon,Frankreich)
† 31.12.1877 (La Tour de Peilz, Schweiz)
Realismus
Courbet wuchs als Kind wohlhabender Landwirte nahe Besancon in Ostfrankreich auf. Schon in der Schulzeit wurde die Affinität zur Kunst offenbar. Während seiner Gymnasialzeit besuchte er bereits eine Malschule. Auf Wunsch der Eltern studierte er ab 1840 Rechtswissenschaften an der Universität in Paris. Das Studium schloss er aber nicht ab. Er widmete sich zunehmend dem Zeichnen und Malen, wobei er von seiner Familie unterstützt wurde. Er bemühte sich um Aufnahme seiner Bilder beim Pariser Salon. Zwischen 1841-47 wurden drei seiner 20 eingereichten Bilder angenommen. 1847 wurde er Vater. Die Mutter Verginie Binie verließ ihn allerdings bereits 1850. Er freundete sich mit Baudelaire an, der ein sehr guter Freund von Éduard Manet war. Auch die beiden Maler kannten sich; sie verband aber eher eine berufliche Rivalität, als eine Freundschaft. 1869 fuhr Courbet nach Étretat, um dort zu malen. Der Ort hatte sich bereits von einem einsamen Fischerdorf zu einem modischen Badeort und Hotspot für Impressionisten entwickelt. Er trifft hier auch Monet. Insgesamt entstehen hier über 30 Bilder von Courbet.
Honoré Daumier
*26.2.1808 (Marseille, Frankreich)
† 10.2.1879 (Valmondois, Frankreich)
Realismus
Die meisten Bilder von Daumier befinden sich im Musée d´Orsay in Paris. In Deutschland dürfte das Städel Museum über die meisten Werke von Daumier verfügen (siehe auch Video).
Daumier war ein französischer Künstler, der vor allem Lithographien anfertigte. Erst in der zweiten Lebenshälfte schuf er auch Gemälde. Daumier war ein politischer Karikaturist mit einem trefflichen Auge für die Schwächen seiner Zeitgenossen und der herrschenden Oberklasse. Ihn interessiert vor allem die physiognomische Darstellung des Charakters.
Geboren wurde er in eine Großfamilie eines selbständigen Glasers, die am Ende 10 Kinder zählen soll. Sein Vater schrieb Gedichte und wird gesehen. Man empfiehlt ihm von Marseille nach Paris umzuziehen. Der Vater geht nach Paris, erhält eine Anstellung und holt die Familie nach. Die Anstellung endet und die Familie hat große Not. Die veröffentlichten Werke des Vaters schaffen keine nennenswerte Besserung. Honore muss die Schule schon mit 11 Jahren verlassen und verdient erstes Geld als Laufbursche für einen Gerichtsvollzieher. In seiner Freizeit zeichnet Honore und es ist Begabung erkennbar. Mit 17 beginnt er eine Lehre bei einem Lithographen, der ihm die neue Technik zeigt. Ab 1831 erstellt er für die Zeitungen Le Charivari und La Caricature Karrikaturen. Als er 1832 König Louis Philippe als unersättlichen Fresser und Säufer darstellt, wird er zu 6 Monaten Haft verurteilt.
Jaques Louis David
*30.8.1748 (Paris, Frankreich)
† 29.12.1825 (Brüssel, Belgien)
Klassizismus
Die meisten Bilder von David hängen im Louvre und im Schloss Versailles. Ein monographisches Museum existiert nicht.
Als Jaques Louis 9 Jahre alt ist, verliert er seinen Vater. Seine Mutter gibt ihn in die Obhut von zwei Onkeln; der eine davon ist Architekt. Jaques Louis zeichnet gerne und motiviert seinen Onkel schließlich, Malunterricht nehmen zu können. Mit 26 gewinnt er ein Kunststipendium der französischen Akademie in Rom. Er reiste nach Italien, lernt, studiert dort die berühmten Renaissance-Künstler und kehrte nach 5 Jahren zurück nach Paris. 1781, mit 33 Jahren werden zwei Bilder vom Pariser Salon aufgenommen. 1784 malt David im Auftrag von Ludwig XVI. den „Schwur der Horatier“. Das 326 × 425 cm große Ölgemälde gilt als Paradigma des Klassizismus. Als der französische König das Werk in Auftrag gab, konnte er nicht wissen, dass eben jener Maler als Mitglied des Nationalkonvents in Paris dafür votieren würde, den König enthaupten zu lassen (was auch erfolgte). David war ein sehr politischer Mensch, der neben Robbespierre ein glühender Anhänger der französischen Revolution war. Zwei berühmte Bilder erzählen hiervon:
Eugène Delacroix
*26.4.1798 (Saint-Maurice, Frankreich)
† 13.8.1863 (Paris, Frankreich)
Romantik, Orientalismus
Im ehemaligen Wohnhaus von Delacroix gibt es ein monographisches Museum, das Musée nationale Eugène Delacroix. Die meisten Bilder von Delacroix hängen im Louvre.
Eugène war das jüngste von vier Kindern von Victoire OEben und Charles-François Delacroix; er war Außenminister und später Botschafter in den Niederlanden. Es wird die Theorie vertreten, dass er nicht der leibliche Vater ist, sondern der Diplomat Charles Maurice de Tayllerand. Begründet wird dies mit einer Krankheit des Vaters, der zurzeit der Zeugung vermutlich zeugungsunfähig war und mit einer physiognomischen Ähnlichkeit. Außerdem hatte der junge Eugène einen anonymen, aber mächtigen und finanzkräftigen Unterstützer. Sein Vater starb bereits, als Eugène 7 Jahre alt war. Im Gymnasium entwickelte Delacroix eine Vorliebe für Literatur. Angeblich soll er durch einen Familienbesuch in der Normandie und den dort erstmals gesehenen Ruinen den Impuls zum Malen bekommen haben. Seine Mutter starb als er 16 Jahre alt war. Er begann danach im Atelier von Pierre-Nacisse Guérin zu arbeiten und schrieb sich 1816 an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris ein.
Otto Dix
*2.12.1891 (Gera, Deutschland)
† 25.7.1969 (Singen, Deutschland)
Neue Sachlichkeit, Expressionismus
Es gibt zwei Museen, die sich dem Leben und Werk von Otto Dix widmen: das Haus Otto Dix in Gera und in Gaienhofen am Bodensee das Museum Haus-Dix. Die meisten Werke besitzt das Zeppelin-Museum am Bodensee, dei meisten Gemälde hingegen finden sich im Kunstmuseum Stuttgart.
Dix´ Vater war in einer Gießerei als Former beschäftigt, seine Mutter war Näherin. Dix sah sich als Arbeiterkind. Er wuchs indessen nicht in prekären oder bildungsfernen Verhältnissen auf. Seine Mutter war musisch und künstlerisch interessiert. Während seiner Schulzeit besuchte Dix eine Malschule und lernte später Dekorationsmaler. Er erhielt ein Stipendium, das ihm ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden von 1910-14 ermöglichte. 1914 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und diente an der West- und Ostfront. Nach dem Krieg nahm er ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Dresden auf und arbeitete als freischaffender Künstler. Ab 1919 stand er in Kontakt mit den Berliner Dadaisten. 1922 zog Dix nach Düsseldorf, wo er an der Düsseldorfer Akademie ein Meisterschüler-Atelier erhielt. 1923 heiratete er die geschiedene Martha Koch, die schon Mutter von zwei Kindern war. 1925 zog Dix nach Berlin und nahm auch an der Wanderausstellung neue Sachlichkeit teil. Von 1927 bis 1933 hatte er eine Professur an der Kunstakademie Dresden.
Albrecht Dürer
*21.5.1471 (Nürnberg, Deutschland)
† 6.4.1528 (Nürnberg, Deutschland
Renaissance
Die meisten Werke von Albrecht Dürer beherbergt die Albdertina in Wien. In Deutschland ist die Alte Pinakothek in München die fleißigste Sammlerin.
Albrecht Dürers Vater, Albrecht der Ältere stammte aus Ungarn und kam aus dem Ort Ajtosi (Ajtos, ungarisch für: Tür). Er wanderte nach Deutschland aus und nannte sich Türer (der aus Tür stammende). Sein Sohn Albrecht passte den Namen der oberfränkischen Mundart an, die keine harten Konsonanten mag (B statt P, D statt T, G statt K) und nannte sich fortan Albrecht Dürer (der Jüngere).
Albrecht Dürer wuchs in einer kinderreichen Familie auf. 18 Kinder gebar seine Mutter im Laufe ihres Lebens; die Kindertage überlebten nur drei. Albrecht kam als drittes Kind der Eheleute zur Welt. Sein Vater war Goldschmied. Als er 13 Jahre alt war, verließ er die Schule und ging bei seinem Vater in die Lehre, um eines Tages seine Werkstatt fortführen zu können. Heute noch erhalten ist sein erstes Selbstporträt mit 13 Jahren, das sein Talent belegt (heute zu bewundern in der Albertina in Wien). Mit 15 begibt er sich in die Werkstatt des Malers Wolgemuth und lernt dort 2 Jahre. Von 1490 bis 1494 ist Dürer auf Wanderschaft, die ihn auch ins Elsass führt. Dürer kehrt nach Nürnberg zurück, um die Tochter einer angesehenen Nürnberger Familie zu heiraten. 1505 bricht er zu einer zweijährigen Reise durch Italien auf und trifft dort u.a. Tizian. Schon zu Lebzeiten von Dürer wird die Geschichte erzählt, dass der Maler Giovanni Bellini Dürer in Venedig in seinem Atelier besuchte und ihn fragte, mit welchem Pinsel er denn so perfekt Fell von Tieren darstellen könne.
Dominikus Theotokópoulos
"El Greco"
*1.10.1541 (Iraklion, Griechenland)
† 7.4.1614 (Toledo, Spanien)
Manierismus
In Toledo gibt es ein Museo Del Greco. Auf Kreta gibt es ebenfalls ein kleineres El-Greco-Museum mit Replikaten von El Greco.
Die meisten Bilder findet man in Toledo gefolgt vom Prado in Madrid.
El Greco war ein Maler aus Griechenland. Über seine Kindheit ist wenig bekannt. Sein Vater arbeitete für den Venezianischen Staat als Steuerbeamter (Kreta war 1204-1669 Kolonie der Republik Venedig). Die Familie gehörte der Mittelschicht an und es gab einen kulturellen und sprachlichen Austausch mit Venedig, was El Greco beeinflusst haben dürfte. Mit Ende 20 war er auf Kreta als Maler sehr anerkannt. Seine erste Reise führte ihn nach Venedig. Es gibt unterschiedliche Informationen darüber, ob er in dieser Zeit in der Werkstatt für Tizian arbeitete oder nicht. Jedenfalls soll er sich für die Werke von Tizian und Tintoretto im besonderen Maße interessiert haben. Im Anschluss hieran reiste er weiter nach Rom, Madrid und schließlich nach Toledo, wo er sein restliches Leben verbrachte. Er wurde Vater; die Mutter des gemeinsamen Sohnes verstarb früh. Die Malwerkstatt von El Greco lief recht gut und gestattete ihm ein sorgenfreies Leben. Sein Sohn arbeitete später in der Werkstatt mit und konnte sich ebenfalls als Maler etablieren. In Toledo entwickelte El Greco seinen manieristischen Malstil mit überzogen dünnen und länglichen Körpern; Er hatte einen herausragenden, sehr individuellen Malstil. In seinen Bildern herrschen rosa, violett, Gelb- und Grautöne vor. Auch erkennt man erste Ausläufer des Frühbarock mit starken Schatten- und Lichtkontrasten. Er hinterließ schätzungsweise knapp 300 Gemälde, als mit 73 Jahren verstarb
Yves Klein
*28.4.1928 (Nizza, Frankreich)
† 6.6.1962 (Paris, Frankreich)
Nouveau Réalisme
Die meisten Yves Klein Bilder hängen im MAMAC (Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain) in Nizza sowie im Centre Pompidou in Paris.
In Deutschland hängen die meisten Bilder im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.
Viele seiner Bilder sind schon am Monochromblau (ein Werk heißt denn auch Monochrome bleu), Rosa oder an der Goldfarbe von weitem zu erkennen. Der Künstler, der sie malte, war von außen betrachtet so, wie man sich einen Künstler vorstellt. Wild, schillernd und ein bisschen durchgeknallt. Er gilt als Avantgardekünstler, der ein Wegbereiter der Pop-Art war. Bei seinen Anthropometrie-Werken nutzte er weibliche Modelle als Druckstempel.
Mit Farbe bestrichene, nackte Frauen mussten sich dafür auf weißes Leinen legen und so ihren Körper abdrucken. Auch erstellte er eine Fotoserie , bei der er sich von einem Gebäude im 1. Stock auf die Straße fallen ließ. Eine perfekte Fotomontage, wie später bekannt gegeben wurde. Er landete tatsächlich weich.
Yves Klein
*28.4.1928 (Nizza, Frankreich)
† 6.6.1962 (Paris, Frankreich)
Nouveau Réalisme
Die meisten Yves Klein Bilder hängen im MAMAC (Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain) in Nizza sowie im Centre Pompidou in Paris.
In Deutschland hängen die meisten Bilder im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.
Viele seiner Bilder sind schon am Monochromblau (ein Werk heißt denn auch Monochrome bleu), Rosa oder an der Goldfarbe von weitem zu erkennen. Der Künstler, der sie malte, war von außen betrachtet so, wie man sich einen Künstler vorstellt. Wild, schillernd und ein bisschen durchgeknallt. Er gilt als Avantgardekünstler, der ein Wegbereiter der Pop-Art war. Bei seinen Anthropometrie-Werken nutzte er weibliche Modelle als Druckstempel.
Mit Farbe bestrichene, nackte Frauen mussten sich dafür auf weißes Leinen legen und so ihren Körper abdrucken. Auch erstellte er eine Fotoserie , bei der er sich von einem Gebäude im 1. Stock auf die Straße fallen ließ. Eine perfekte Fotomontage, wie später bekannt gegeben wurde. Er landete tatsächlich weich.
Roy Lichtenstein
*27.10.1923 (New York, USA)
† 29.9.1997 New York, USA)
Pop Art
Die größten Sammlungen von Roy Lichtenstein haben die National Gallery of Art (Washington) und das Art Institute of Chicago. In Europa hat das Museum Ludwig die größte Sammlung
Roy Lichtenstein war ein führender Künstler (Maler, Bildhauer) der Pop-Art-Bewegung. Er wuchs in New York in einer jüdischen Familie auf. Sein Vater war Immobilienmakler. RL besuchte eine Privatschule, an der es keinen Kunstunterricht gab. Er begann als Jugendlicher zu zeichnen und besuchte als 16-jähriger Kunstkurse. Er war von Pablo Picasso inspiriert. Später begann er mit dem Kunststudium. Das Studium unterbrach er durch den Militärdienst in Europa während des II. Weltkriegs (1943-45) und beendete es 1950. Er experimentierte mit dem Expressionismus und Action Painting und lehrte an Hochschulen. 1961 begann er die industrielle Drucktechnik nachzuahmen und erstellte die ersten Bilder, die auch aus Comics bekannte Sprechblasen besaßen (Bild: „Look Mickey“).
Max Liebermann
*20.7.1847 (Berlin, Deutschland)
† 8.2.1935 (Berlin, Deutschland)
Impressionismus
In Berlin am Wannsee gibt es die Liebermann – Villa, die auch eine eigene Sammlung von Liebermann – Werken beheimatet.
Max Liebermann wurde als eines von fünf Kindern in eine jüdischen Industriellenfamilie hineingeboren. Liebermann ging nicht gern zur Schule. Er besuchte die städtische Realschule und zeichnete in der Freizeit gern. Als Max 10 Jahre alt war, kaufte sein Vater Louis das repräsentative Palais Liebermann am Pariser Platz 7 in Berlin, direkt am Brandenburger Tor gelegen. Mit 12 Jahren begleitete er seine Mutter zur Malerin Antonie Volkmar, die ein Portrait von der Mutter anfertigen sollte. Die Zeit vertrieb er sich dabei ebenfalls mit Zeichnen. Die Malerin erkannte das Talent und so gewannen die Eltern die Überzeugung, Max an schulfreien Nachmittagen privaten Malunterricht nehmen zu lassen. Liebermann wechselte auf das Gymnasium und machte 1866 Abitur.
René Magritte
*21.11.1898 (Lessines, Belgien)
† 15.8.196 (Schaerbeek (Belgien)
Art déco, Kubismus, Post-Impressionismus, Dadaismus
Magritte hatte ein einschneidendes Erlebnis in seiner Jugend. Seine Mutter beging 1912 Selbstmord. Sie ertränkte sich im Fluss Sambre. Magritte war anwesend, als die leblose Mutter aus dem Wasser gezogen wurde. Dieses Erlebnis traumatisierte ihn. Er floh sich in die Lektüre von Fantomas-Romanen. Nach dem Gymnasium studierte er zwei Jahre an der Brüsseler Akademie der schönen Künste. Während seines Studiums schuf er kubistisch-futuristische Arbeiten. 1922 heiratete er sein frühes Modell Georgette Berger. Die Ehe sollte bis zu seinem Tod halten. Magritte verdiente sich sein Geld zunächst als Musterzeichner in einer Tapetenfabrik. Magritte war mit Miró, Hans Arp und später auch mit Dalí befreundet. 1924 wechselt er die Anstellung und beginnt als Werbegrafiker. Ab 1925 fängt Magritte an, surrealistische Bilder zu malen. 1927 bekommt Magritte seine erste Einzelausstellung und zieht danach für rund 3 Jahre nach Paris. 1936 wurden Bilder von ihm im Museum of Modern Art bei der Ausstellung „Fantastic Art, Dada, Surrealism“ gezeigt. 1956 stellte er auf der Documenta aus. 1967 starb Magritte in seinem Haus unerwartet an Krebs.
Éduard Manet
*23.1.1832 (Paris, Frankreich)
† 30.4.1883 (Paris, Frankreich)
Realismus, Impressionismus
Die größte Sammlung von Werken Monets befindets ich im Musée d´Orsay in Paris. In Deutschland gibt es nur wenige Museen mit wenigen Bildern. Einen Überblick kann man hier sehen.
Eduard Manet war Kind einer wohlhabenden Pariser Familie. Sein Vater war Richter und arbeitete im Justizministerium, seine Mutter war von adeliger Abstammung.
Für ihn war eine Karriere bei der Marine vorgesehen. Allerdings fiel er durch die Aufnahmeprüfung durch. Um seine Chancen für die Wiederholungsprüfung zu verbessern, segelte er mit einem Schulschiff nach Brasilien. Aber auch die Wiederholung gelang nicht. Er interessierte sich ohnehin eigentlich mehr für Kunst. Er konnte seinen Vater anschließend davon überzeugen, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Dieser willigte schließlich ein, forderte aber im Gegenzug eine solide Ausbildung. Dem entsprechend trat er 1850 in das Atelier des akademischen Malers Thomas Couture ein, wo er sechs Jahre lang lernte.
Ein erster Achtungserfolg gelang ihm, als der Pariser Salon eines seiner Bilder für die Ausstellung (Der Spanische Sänger) aufnahm. Danach geriet er allerdings vor allem wegen der Bildgestaltung immer stärker in die Kritik.
"Michelangelo" Buonarroti
*6.3.1475 (Caprese, Italien)
† 18.2.1564 (Rom, Italien)
Renaissance
Mit dem Leben von Michelangelo beschäftigen sich das Casa Buonarroti (das ehemalige Wohnhaus) und im Geburtshaus in Caprese gibt es ein weiteres Museum.
Michelangelos David und viele seiner Werke befinden sich in der Galleria dell´Accademia.
Michelangelo war schon zu Lebzeiten ein Star, wie ihn die Kunstwelt bis dahin noch nicht gesehen hatte. Giorgio Vasari, selbst bedeutender Künstler und Wegbegleiter Michelangelos, bezeichnete ihn in seiner Künstlerbiographie als einen „göttlichen Künstler“ und „den größten Künstler aller Zeiten“.
Er war der zweite Sohn von fünf Söhnen der Familie Buonarroti. Als er noch Säugling ist, erkrankt die Mutter schwer und der Vater gibt ihn zu einer Amme, die mit einem Steinmetz verheiratet ist. Michelangelos Mutter verstirbt als er 6 Jahre alt ist. Mit 10 Jahren kehrt er zu seiner Familie zurück, die inzwischen in Florenz lebt. Diese ersten Lebensjahre machten ihn mit dem Werkstoff und der Arbeit vertraut, die ihn sein ganzes Leben begleiten sollte. Der Vater sieht es nicht gern, aber der Sohn malt gern. Seine Begabung zeigt sich schon im Bild „Die Versuchung des heiligen Antonius“. Er ist erst 12 oder 13 Jahre alt, als er dieses Bild malt. Er setzt sich durch und darf zum Maler Domenico Ghirlandaio in die Werkstatt gehen, wo er sich mit den Grundlagen der Freskokunst vertraut macht. Mit 14 geht er in die Kunstschule von Lorenzo di Medici. Wegen tiefgreifender politischer Veränderungen in Florenz zieht Michelangelo mit 21 Jahren nach Rom.
Claude Monet
*14.11.1840 (Paris, Frankreich)
† 5.12.1926 (Giverny, Frankreich)
Impressionismus
Die größte Sammlung von Werken Monets befindets ich im Musée Marmottan in Paris. In Deutschland hat das Museum Barberini Potsdam die größte Sammlung von Monet.
Monets Eltern ziehen nach Le Havre als Monet 5 Jahre alt ist. Schon in jungen Jahren zeigt sich sein künstlerisches Talent. Er zeichnet als Jugendlicher Karikaturen und kann sie über ein Bilderrahmengeschäft verkaufen. Mit 15 ist Monet in der ganzen Stadt schon als Karikaturist bekannt. Er liebte es ans Meer oder zu den Klippen zu gehen. 1861 erhielt Monet die Einberufung in den 7 Jahre dauernden Militärdienst und wurde zur Kavallerie nach Algerien entsandt. Nach einem Jahr wurde er wegen Typhus beurlaubt. Seine Tante kaufte ihn, was zulässig war und 3.000 Francs kostete, schließlich vom restlichen Wehrdienst frei. Monet bewunderte die Werke Manets, mit dem er engen Kontakt hatte. Monet wollte es vermeiden, zum Kriegsdienst im Krieg gegen Deutschland eingezogen zu werden und floh 1870 nach London. Er gründete 1873 mit anderen Künstlern eine Vereinigung, um Bilder auszustellen. Die erste Gruppen-ausstellung fand 1874 in Paris statt.
Pablo Picasso
*25.10.1881 (Málaga, Spanien)
† 8.4.1973 (Mougins, Frankreich)
Realismus, Kubuismus, Surrealismus
Es gibt das Musée Picasso in Paris und das Museo Picasso Málaga. In Münster gibt es ebenfalls ein Picasso-Museum, das auf Radierungen spezialisiert ist.
Der Vater von Picasso war freischaffender Maler und Lehrer an einer Kunstgewerbeschule. Picasso hatte zwei jüngere Schwestern. Schon mit 7 Jahren begann Picasso zu malen. Mit 9 Jahren erstellte er schon sein erstes Ölgemälde „Picador“, das einen Stierkämpfer in der Arena zeigt. Mit 10 Jahren wurde er an der Schule für Bildende Künste aufgenommen. Die Familie zog nach Barcelona. Hier ging Picasso mit 14 Jahren zur Kunstakademie und durfte zwei Klassen überspringen. Mit 19 Jahren gab es die erste Picasso-Einzelausstellung. 1907 lernte er Georges Braque kennen, der eine ähnliche Maltechnik in Kuben anwandte. Die Bilder sahen sich erstaunlich ähnlich. Die beiden sahen sich 1908 und 1909 beinahe täglich und malten. Sie begründeten den Kubismus und gewannen auch den spanischen Maler Juan Gris für ihren Stil, der inzwischen Ateliernachbar von Picasso war.
Jackson Pollock
*28.1.1912 (Cody, USA)
† 11.8.1956 (Springs, USA)
Abstrakter Expressionismus, Actionpainting
Die größte Sammlung von Pollock-Werken besitzen das MoMa und das Guggenheim in New York. In Deutschland dürfte das Museum Ludwig über die größte Sammlung verfügen.
“Jack the Dripper” war sein Spitzname. Pollock gilt als Begründer des "Action - Paintings" und hat sich damit berühmt gemacht. Viele seiner Bilder wurden mit dem sog. „Drip-Painting-Verfahren“ erstellt, bei dem er die Farbe auf die großformatigen Leinwände träufelte. Pollock wuchs in ärmlichen Verhältnissen einer Arbeiterfamilie auf. Pollock besuchte als Teenager im Alter von 13 bis 15 die Manual Arts High School in Los Angeles. Nach einem Intermezzo als Landvermesser studierte er von 1929 bis 1931 an der Arts Students League in New York. Er entwickelte früh dasselbe Alkohol- und Gewaltproblem, das schon sein Vater hatte und der starb, als Pollock erst 21 war (1933). 1935 erhielt er eine Anstellung bei dem Federal Arts Project, einem staatlichen Hilfsprojekt , das u.a. Künstler während der Weltwirtschaftskrise unterstützte.
Raffael (Raffaello Sanzio)
*6.4.oder 28.3.1483 (Urbino, Italien)
† 6.4.1520 (Rom, Italien)
Hochrainassance
Viele Werke können in den Vatikanischen Museen und in den Uffizien in Florenz sowie der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden besichtigt werden. Eine umfangreiche Sammlung von über fünfzig Werkkopien Raffaels, befindet sich im Orangerieschlosses in Potsdam. Die Nachbildungen haben überwiegend Originalgröße.
Raffael war Maler und Architekt. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein galt er als größter Maler aller Zeiten. Als er mit nur 37 Jahren starb, hatte er als Künstler eine solche Bedeutung, dass ihn vier Kardinäle zu Grabe trugen und Papst Leo X. der Beerdigung im Pantheon beiwohnte und vor dem Leichnam niederkniete. Raffael verlor schon mit 8 Jahren seine Mutter und mit 11 Jahren seinen Vater, der selbst Hofmaler des Fürsten von Urbino war und ihn in jungen Jahren unterrichtete. Mit 11 Jahren ging er nach Perugia und trat als Schüler in die Werkstatt von Pietro Vanucci ein. 1504 ging er nach Florenz, wo schon Michelangelo und Leonardo da Vinci Berühmtheit erlangt hatten. Alle drei kannten sich. Michelangelo und Leonardo da Vinci waren Rivalen und lehnten einander ab. Raffael wurde von Leonardo da Vinci bewundert. Er studierte seine Maltechnik, die er angeblich bei der Mona Lisa anwendete. Er wurde nach Rom berufen und erhielt dort zahlreiche Aufträge, vor allem von der Kirche. 1514 wurde er zum Architekten und Bauleiter der neuen Peterskirche ernannt.
Rembrandt Hamenzoon van Rijn
*15.7.1606 Leiden (Niederlande)
† 4.10.1669 Amsterdam (Niederlande)
Barock
Es gibt ein Rembrandt-Museum in Amsterdam (Museum Het Rembrandthuis), dem Haus, in dem Rembrandt von 1639-58 lebte und arbeitete. Das Rijksmuseum in Amsterdam besitzt die meisten Bilder von Rembrandt (22), gefolgt von der Gemäldegalerie in Berlin (20)und dem Metropolitan Museum of Art in New York (20)
Man kennt ihn nur unter seinem Vornamen Rembrandt. Das liegt auch daran, dass er seine Werke nicht mit seinem Nachnamen van Rijn signierte, sondern wie die „Großen“ aus Italien (Raffael, Michelangelo, Tizian) nur mit seinem Vornamen. Rembrandt kam als 8. der 9 Kinder eines Müllers und einer Bäckerstochter in Leiden zur Welt. Nach 4 Jahren Grundschule und 4 Jahren Lateinschule schrieb er sich mit 14 Jahren an der Universität zu Leiden für das Fach Philosophie ein. Das Studium brach er bald ab, um von 1620 bis 1624 eine Ausbildung als Maler zur durchlaufen. 1625 eröffnete er mit einem Freund ein gemeinsames Atelier und über Verbindungen war es ihm möglich, zwei Bilder an die englische Krone zu verkaufen. 1631 zog er nach Amsterdam. Schon nach kurzer Zeit erhält er von wohlhabenden Bürgern der Stadt Porträtaufträge. Ein Jahr später erhielt Rembrandt einen Auftrag der Amsterdamer Chirugengilde sie bei einer Sektion zu malen.1634 heiratete Rembrand Saskia von Uylenburgh, eine Nichte seines Kunsthändlers. Sie stammte aus wohlhabenden Zuhause und bei Rembrandt liefen die Geschäfte auch gut. Ein Leben auf der Sonnenseite. Er wurde kritisiert, weil er so großspurig, für seine Verhältnisse zu großspurig lebte. Zwischen 1635 und 1640 bekam das Ehepaar nacheinander drei Kinder, die alle wieder alsbald verstarben. 1641 kam das vierte Kind, der Sohn Titus zur Welt. Er überlebte.
Mark Rothko
*25.9.1903 (Daugavpils, Russland, heute: Lettland)
† 25.2.1970 (New York, USA)
Abstrakter Expressionismus, Farbfeldmalerei, Minimalismus
In Lettland gibt es ein Rothko Museum. In Deutschland dürfte das Museum Ludwig in Köln über die meisten Bilder von Mark Rothko verfügen.
Markus Rothkowitz, floh als zehnjähriger mit seiner Mutter vor der antisemitischen Repression nach Portland, Oregon (USA), wo sein Vater (Apotheker) und seine Brüder bereits lebten. Der Vater starb kurz darauf, was ihn einschneidend traf. Ein in Yale begonnenes Studium brach er ab. 1923 Umzug nach New York. 1940 Änderung seines Namens. In den 1940igern gab er allmählich die figurative Darstellung auf und entwickelte die Farbfeldmalerei. Rothko litt an Depressionen. 1970 nahm er sich in seinem Atelier das Leben. Sein Nachlass wird von den beiden Kindern und der Pace Gallery verwaltet
Peter Paul Rubens
*28.6.1577 (Siegen, Deutschland)
† 30.5.1640 (Antwerpen, Belgien
Barock
In Antwerpen gibt es ein Rubensmuseum. Es ist im Gebäude, in dem Rubens lebte und seine Werkstatt hatte.
Gemälde von Rubens finden sich im Museo del Prado (90 Gemälde), in der Alten Pinakothek, im Kunsthistorisches Museum Wien (40 Gemälde), im Königliches Museum für Schöne Künste (Antwerpen) und im Louvre (35-40 Gemälde)
Peter Paul Rubens war ein flämischer Maler, Gelehrter, Diplomat und Adliger im Ritterstand der englischen und spanischen Krone: alles selbst erschaffen. Man würde heutzutage konstatieren: Ein Leben auf der Überholspur. Er war Sohn einer wohlhabenden Familie. Sein Vater war ein in Flandern und Italien ausgebildeter Rechtsanwalt und Schöffe in Antwerpen. Seine Mutter (Maria Pypelinckx) gehörte einer sehr begüterten Kaufmannsfamilie an. Gleich zu Beginn der Vita stellt sich allerdings die Frage, warum ein Flämischer Maler als Geburtsort Siegen in Deutschland angeben musste. Das Geschehen um den Geburtsort ist die Geschichte einer sehr getreuen und starken Ehegattin. 1568, also knapp 10 Jahre vor seiner Geburt musste die Familie wegen Religionsunruhen aus Antwerpen fliehen und zog nach Köln. Sein Vater arbeitete hier u.a. als Berater und Vermögensverwalter. Einer seiner wichtigsten Klientinnen war Anna von Sachsen, der Gemahlin von Wilhelm von Oranien. Die beiden begannen eine Liaison, die allerdings aufflog (noch ehe die gemeinsame Tochter zur Welt kam). Auf einer Reise nach Siegen wurde sein Vater festgenommen und auf Schloss Dillenburg für zwei Jahre inhaftiert. Seine Ehefrau machte in dieser Zeit zahlreiche Eingaben und erreicht es, dass die Haft nach 2 Jahren in Hausarrest umgewandelt wird. Für diese Erleichterung bezahlt sie zudem eine Kaution von 6.000 Talern. Sie zieht mit ihren Kindern gen Süden und so verbringen die beiden noch weitere 5 Jahre in Siege. Keine leichte Zeit, denn Jan Rubens war neben dem Hausarrest auch mit einem Berufsverbot belegt.
J.H. Wilhelm Tischbein
*15.2.1751 (Haina, Deutschland)
† 26.6.1829 (Eutin, Deutschland)
Klassizismus
Die meisten Bilder von Tischbein hängen im Landesmuseum Kunst und Kultur in Oldenbrug.
Weitere Informationen
Wir greifen ein wenig zurück in die Ahnengalerie von Johann Heinrich Tischbein. Der Hospitalbäcker von Kloster Haina nahe dem Edertal hatte einen Sohn namens Johann Valentin. Ein Hofbeamter des Hauses Hessen – Darmstadt besuchte das Kloster Haina und sah den 14-jährigen Jungen ein Portrait abmalen. Er erkannte das Talent des Jungen und bot an, ihn künstlerisch ausbilden zu lassen. Der Junge und seine Eltern waren einverstanden. So kam es, dass der Knabe eine veritable Ausbildung bekam, die ihn befähigte, als Hof- und Theatermaler zu arbeiten und seine Künste in Maastricht, Amsterdam und Den Haag auszuüben. Vier Brüder von Johann Valentin wurden ebenfalls bildende Künstler. Dazu gehörte auch Johann Heinrich Tischbein der Ältere (auch genannt, „der Kasseler“), der Hofmaler und Akademiedirektor in Kassel wurde.
"Tizian" (-o) Vicellio
*unbekannt (Pieve di Cadore, Italien)
† 27.8.1576 (Venedig, Italien)
Renaissance, Manierismus
Die meisten Bilder (etwa 40) von Tizian hängen im Museo del Prado in Madrid. Das liegt daran, dass Tizian zu Lebzeiten viel für die spanische Krone (Habsburger) malte. Daneben, auf Platz zwei steht – wen wundert es – das Kunsthistorische Museum in Wien mit etwa 25 Gemälden. Weitere größere Sammlungen finden sich im Louvre und den Uffizien in Florenz. In Deutschland findet man die meisten Tizian-Werke in der Gemäldegalerie in Berlin (3), der Alten Pinakothek in München (3) und im Museum Alter Meister in Dresden (2).
Das Alter von Tizian ist nicht genau bekannt. Es gibt Quellen, die besagen, er sei über 100 Jahre alt geworden. Überwiegend wird inzwischen aber angenommen, dass er zwischen 1488 und 1490 geboren wurde und ungefähr 86 bis 88 Jahre alt wurde. (Er starb an der Pest). Immer noch ein biblisches Alter für die Zeit. Dadurch hat er viel von der Renaissance mitbekommen und mitgestaltet. Früh wurde das Talent von Tizian entdeckt. Sein Vater schickte ihn schon mit 10 Jahren in das 130 km entfernte Venedig in eine Kunstwerkstatt, um das Malen zu lernen. Bald wechselte er zur Werkstatt von Giovanni Bellini, dem damals führenden Maler in Venedig. Er begann zusammen mit einem anderen Schüler Bellinis (Giorgione) gemeinsam Bilder zu malen. Eine Kooperation, die aus heutiger Sicht eher verwirrend ist. Daran erkennt man aber auch die Haltung der Zeit. Die Künstler hatten vielfach eher eine handwerkliches Verständnis von ihrer Arbeit. 1510 bzw. 1516 verstarben Giorgione und Bellini und nun wurde Tizian zum führenden Maler des venezianischen Stils. Dieser zeichnet sich nach Auffassung Giorgio Vasaris durch die besondere Farbgebung aus, die bei florentinischen Gemälden nicht so stark ausgeprägt sei. Dort herrsche das Zeichnerische in der Darstellung vor. Die Ursache liegt nicht nur in einer Laune der lokalen Maler, sondern in einem Wettbewerbsvorteil. Die Venezianer hatten einen privilegierten Zugang zu den besten Pigmenten. Sie profitierten vom Seehandel in Venedig und seiner Stellung als Zentrum der Glas- und Textilmanufakturen, die zahlreiche Händler anzogen und Handelswege eröffnet hatten. Die Florentiner kauften zu dieser Zeit ihre Pigmente zum Anrühren ihrer Farbe noch beim Apotheker. Tizian war aber auch für seine außergewöhnlichen Bildkompositionen bekannt.
Leonardo Da Vinci
*15.4.1452 (Vinci Anchiano, Italien)
† 2.5.1519 (Amboise, Frankreich)
Hochrenaissance
Die weltweit größte Sammlung befindet sich im Louvre in Paris. Von den weltweit schätzungsweise 15 erhaltenen Bilden lagern hier fünf. Das einzige Museum in Deutschland, das ein Gemälde (Madonna mit Nelke) von Da Vinci besitzt ist die Alte Pinakothek in München. Die Hamburger Kunsthalle besitzt vier Zeichnungen, die aus konservatorischen Gründen nur selten im Original ausgestellt werden.
Um 1489 begann Da Vinci mit seinen Studien zu Proportionen, Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers. Er vermaß systematisch die Körper junger Männer. Leonardo da Vinci war nicht der einzige Künstler, der die Auffassung vertrat, die Malerei sei eine Art exakter Naturwissenschaft. Viel veränderte sich in dieser Zeit. Es setzte ein Rationalisierungsprozess ein, z.B. im Kreditwesen, einer (doppelten) Buchführung, Methoden der Staatsführung und Diplomatie entstanden. Es wurden in Italien auch die ersten Leichensektionen durchgeführt. Da Vinci nahm nicht nur an ihnen teil und zeichnete etwa Muskeln; er führte selbst Sektionen durch, trotz des Verbots der Kirche. Jeder kennt die Proportionsstudie von Da Vinci (1496), bei der ein Mann mit ausgebreiteten Armen in einem Kreis steht. Die Zentralperspektive wurde in der Malerei entwickelt. Leonardo wandte sie das erste Mal beim Bild „Das Abendmahl“ an. 1503 kehrte er nach Florenz zurück. Leonardo da Vinci hatte keine Kinder, auch Liebesbeziehungen sind von ihm nicht bekannt.Leonardo da Vinci folgte im Jahr 1516 einer Einladung des jungen Königs Franz I. nach Frankreich auf Chateu D´Amboise. Ein großzügiges Gehalt lockte ebenso, wie die Freiheit für seine Forschungen. Hinzu kam, nach dem Tod seines Gönners Giuliano de’ Medici im März 1516 verlor er wichtige Verbindungen damit potentielle Aufträge. Zudem favorisierte Papst Leo X. für künstlerische Aufträge jüngere Konkurrenten, wie Raffael und Michelangelo. Drei Jahre später starb er auf auf Schloss Clos Lucé in Amboirse.
Andy Warhol
*6.8.1928 (Pittsburg, USA)
† 22.2.1987 (New York, USA)
Pop Art
Die meisten Werke von Andy Warhol hat das Andy Warhol Museum. In Europa besitzt das Museum Brandhorst in München mit über 120 Werken die umfangreichste Sammlung von Andy Warhol Kunstwerken
Andy Warhol hat russische Wurzeln. Seine Eltern Ondrej Varhola und Julia Justyna waren Immigranten. Andy Worhol hieß eigentlich Andrew Warhola. Er wuchs in prekären Verhältnissen auf. Mit 8 Jahren erkrankte er an Chorea minor, einer Autoimmunkrankheit, die u.a. Muskelzuckungen und Koordinationsprobleme verursacht. Er hatte zudem eine Pigmentstörung, warum er teilweise für einen Albino gehalten wurde. Der bettlägerige Andy entwickelte eine Leidenschaft für Comics und Kinofilme und begann zu zeichnen. Von 1945 bis 1949 studierte Warhol Gebrauchsgrafik am Carnegie Institute of Technology in Pittsburg und erhielt einen Abschluss für Malerei und Design. Er zog nach New York und übernahm Gelegenheitsjobs als Werbegrafiker und Schaufensterdekorateur.